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Gestalterischer Minimalismus

Minimalismus als Lebensstil und als Kunstströmung

 

Minimalismus als Lebensstil hat erstmals nichts mit dem Minimalismus als gestalterisches Prinzip zu tun, das es in der Kunst, im Schreiben, in der Musik und in der Architektur schon seit den 1960er Jahren gibt. Und doch gehören meines Erachtens diese zwei Dinge zusammen. Minimalismus als Lebensstil hat eine eigene Ästhetik, die durch den gestalterischen Minimalismus optimiert werden kann. Wer sich als Minimalist intensiv mit seiner Capsule Wardrobe beschäftigt, dem kann die 3. Haut, der Wohnraum, nicht allzu fern sein. Ist mir die Reduktion der Dinge wichtig, kann ich das gestalterische „Weniger-ist-mehr“ nicht einfach ausblenden. Minimalismus macht nicht vor der Inneneinrichtung halt.

 

Warum HSP’s und introvertierte Personen den Minimalismus lieben

 

Vor allem die reizverminderte Ausstrahlung einer minimalistisch gestalteten Umgebung spricht hochsensible und introvertierte Personen an. HSP‘s (hochsensible Personen) kämpfen oft mit dem zu Viel an Reizen und fühlen sich überfordert von der Fülle, die da auf ihre Sinne einströmt. Ich bin selber hochsensibel und kenne dies aus eigener Erfahrung. Oft ist es optisch und akustisch zu laut, nicht zu vergessen die olfaktorischen Stürme, denen meine Nase den lieben langen Tag ausgesetzt ist. Eine zurückhaltend gestaltete Umgebung ist der ideale Ruhe- und Regenerationsort für überstimulierte Seelen. Oft auch brauchen HSP’s und Introvertierte das traute Heim als Rückzugsort um sich von der Welt zu erholen und die Batterien wieder aufzuladen.

 

Eigenschaften des gestalterischen Minimalismus

 

Wie kommt nun der gestalterische Minimalismus zustande? Die Reduktion der Gegenstände ist ein Muss, ausmisten hat also Priorität. Doch damit ist es noch nicht getan. Einfach gestaltetes und schnörkelloses Mobiliar ist wichtig, das aber von langlebiger und guter Qualität ist. Weiter sind die Farben ein wichtiger Punkt: Puristische Nuancen sind unbunt, enthalten also wenig „Farbe“. Es sind Naturtöne wie Greige, Sand, Grau, Anthrazit oder Weiss. Schau dir die Kiesel am Emme- oder Sensestrand an, und du wirst eine wunderschöne Komposition von minimalistischen Farben entdecken, die ausgewogen ist, sich genügt und eine tiefe Ruhe ausstrahlt. Mehr zum Thema minimalistisches Wohnen hier.

 

Für introvertierte und hochsensible Minimalisten lohnt es sich, das Prinzip des gestalterischen Minimalismus für sich zu entdecken. So können neue Bereiche der Erholung und Regeneration gewonnen werden. Sich seiner Bedürfnisse bewusst zu sein und diese zu leben, macht innerlich satt und glücklich.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Franz (Mittwoch, 28 März 2018 15:57)

    Test
    Einen schönen Tag wünsche ich Dir.
    Franz