· 

14 Wochen vegan

Vegan aus gesundheitlichen Gründen

 

In meinem ganzen Leben war die vegane Ernährung immer wieder ein Thema. Bereits vor rund 25 Jahren empfahl mir ein Arzt, mich wegen meiner Allergien und dem Asthma pflanzenbasiert zu ernähren. Ich machte einen achtmonatigen Versuch, den ich entnervt abbrach, weil es mir die diese Ernährungsform damals zu kompliziert war. Lange Jahre machte ich als Folge davon im Juli und im Januar einen veganen Monat im Sinne einer Reinigungskur als Entlastung für meinen Körper. Bis auch diese positive Verhaltensweise in Vergessenheit geriet. Fleisch esse ich seit 23 Jahren keines mehr, allerdings unterbrochen von einer fünfjährigen Auszeit, in der ich ab und zu Fleisch ass. Seit zwei, drei Jahren tanze ich um die vegane Ernährung herum und habe immer wieder halbherzige Versuche unternommen, bis ich Anfang dieses Jahres den Vorsatz fasste, mehr Gemüse und weniger Zucker zu essen. Wo das hinführen würde, war mir damals noch nicht klar, doch ich nutzte meinen Schwung und meine Lust zur Entwicklung und es entstand daraus den Wunsch, nur noch Pflanzen essen zu wollen.

 

Fazit nach 14 Wochen vegan

 

Seit 14 Wochen esse ich nun vegan, und es fühlt sich stimmig und richtig an. Das habe ich bei früheren Versuchen nie behaupten können. Das Konzept hat mir immer gefallen, doch ich kam mit der Schnittstelle zu anderen Menschen nicht zurecht, zudem fand ich es zu wenig einfach und ich mochte keinen B-Komplex supplementieren. Da ich aber auch mit der vegetarischen Ernährung einen Vitamin B12-Mangel entwickelt hatte und nun Tabletten nehme, spielte dieses Argument nur noch begrenz eine Rolle. Mit welchen Aspekten ich aber deutlich Mühe habe, ist, dass ich nun einige Nahrungsmittelergänzungen nehmen muss, weil ich verschiedene Mängel habe. Ich habe zu wenig Zink, Kalzium, Eisen und B12. Es scheint mir unnatürlich, dass meine Nahrung nicht genügt und ich sie mit Ergänzungen komplettieren soll. Es ist und bleibt ein Kompromiss: Entweder setze ich mich für das Tierwohl ein und muss aber meine Nahrung mit Zusatzstoffen ergänzen , oder ich esse vegetarisch und bin mitverantwortlich für das Tierleid. Eine Ernährung mit Fleisch kommt für mich aus Gründen der Ethik nicht in Frage.

 

Und die Lust auf Käse?

 

Meine Gelüste, vor allem auf Käse, sind im Vergleich zu früher komplett verschwunden. Ich hatte noch nicht einmal das Bedürfnis, Milch, Käse, Butter oder Eier essen zu wollen. Warum ich früher immer so extreme Lust auf Käse hatte und dieser Hunger nun verschwunden ist, kann ich mir nicht erklären. Hast du eine Idee dazu?

 

Gesundheitliche, ökologische und ethische Gründe

 

Warum will ich vegan essen? Sicher ist mir meine Gesundheit wichtig. Viel frisches Gemüse, Früchte und Kernen, Nüsse und Sprossen sind gesund und schmackhaft. Um etwas Boden zu bekommen, gibt es Getreide oder Kartoffeln, das Eiweiss erhalte ich aus Soja, Sprossen, Hülsenfrüchte und aus weiteren pflanzlichen Proteinquellen. Weiter ist die Ökologie ein Thema, vegane Ernährung ist schonender für die Umwelt und verbraucht weniger Ressourcen. Zuletzt der wichtigste Punkt: Ich will nicht mehr mitverantwortlich sein am Tierleid. Ich mag nicht mehr beteiligt sein am Tod von vielen Tieren, das scheint mir einfach nicht richtig, alles in mir sträubt sich dagegen und das Herz wird mir schwer.

 

Wo die Reise hingeht

 

Das Körpergefühl ist mit der veganen Ernährung eindeutig besser. Fühlte ich mich doch nach einem Frühstücksversuch nach 10 veganen Wochen mit Käse, Butter, Milch und Weissbrot dumpf und aufgebläht, müde und schwer. Zudem passt die rein pflanzliche Ernährungsweise besser zu meinen Werten.

 

Nachdem mein einmaliger Ausflug in die vegetarische Welt von unangenehmen Empfindungen begleitet wurde, bleibe ich weiterhin bei einer rein pflanzlichen Ernährung.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Christof von Einfach bewusst (Samstag, 28 April 2018 12:54)

    Hallo Barbara,

    schön, dass Du Dir und andere Gutes tust, indem Du auf Tierliches "verzichtest" :-)

    Das mit dem Käse ist schnell erklärt. Käse enthält Casomorphine. Diese opiatähnlichen Stoffe machen uns süchtig wie Junkies.

    Viele Grüße aus Nürnberg

    Christof