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Ein Weg zu mehr Natürlichkeit und Einfachheit: Ungeschminkt

Das Spiel mit den Farben und dem anders Aussehen

 

Lange Zeit liebte ich das Spiel mit den Farben und schminkte mich täglich. Im Alltag nur gemässigt, doch im Ausgang durfte es schon etwas mehr sein. Vor rund 20 Jahren entdeckte ich die Naturkosmetik für mich und begann, mich mehr in Richtung Natürlichkeit zu orientieren. Das hatte auch zur Folge, dass ich mein Haar nicht mehr färben wollte, sie kurz trug und mich auch nicht mehr schminkte. Doch diese Phase fand nach ein paar Monaten ein Ende und es folgten Jahre des mehr oder minder starken Schminkens. War es früher das ganze Programm mit Make-up, Puder, Lidschatten, Highlighter, Wimpentusche, Augenbrauenstift, Rouge und Lippenstift, reduzierte ich über die Jahre die Waren immer mehr bis ich auf einer überschaubaren Produktepalette von drei Stück war: Wimperntusche, Lippenstift und Puder. Bald war es nur noch den Mascara, den ich oft einsetzte. So verschönerte ich mich mehrere Jahre mehrmals pro Woche aber nicht täglich, bis ich vor knapp zwei Jahren beschloss, mich überhaupt nicht mehr zu Schminken. Da ich das Thema schrittweise angegangen war, fiel es mir auch nicht schwer, darauf zu verzichten.

 

Das ungeschminkte Gesicht: Befreiung und Erleichterung

 

Was war der Grund für meinen Sinneswandel? Ich fand, ich sähe geschminkt nicht schöner, sondern nur anders aus (ausser es ist ein Profi am Werk). Die ganzen Dinge in meinem Gesicht, die sich nicht gut anfühlten und mein Empfinden störten, für eine klägliche Veränderung, aber keine Verbesserung? Das überzeugte mich nicht mehr. Zudem versuchte ich nach wie vor, mein Leben zu vereinfachen, und sich nicht mehr zu schminken ist tatsächlich eine Vereinfachung. Und eine Befreiung! Ich war erleichtert, das nicht mehr zu müssen und mich von dieser Pflicht frei gemacht zu haben. Ich schminkte mich in den letzten Jahren noch genau zwei Mal: Als ich eine Vernissage hatte und als ich einen Lippenstift ausprobieren wollte. Manchmal überkommt mich die Lust, mich mit Farbe zu verändern und mich verlocken die bunten Stifte im Warenhaus, doch kaufen und anwenden mag ich die Produkte nicht mehr. Seit zwei Jahren zeige ich mich der Welt ungeschminkt, und es fühlt sich gut an: Frei, natürlich, echt.

 

Mehr zu einfacher Körperpflege findest du hier und hier.

 

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