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Was mir gut tut

Medikamente und die Lebensführung

 

Seit einigen Jahren habe ich zwei chronische Krankheiten, die in der Welt der Schulmedizin als unheilbar gelten. Daher nahm ich Medikamente ein, um meine Beschwerden zu lindern. Zunehmend hatte ich aber Mühe, meinem Seelenhaus diese Chemie zuzufügen, von Medikamenten abhängig zu sein und die Nebenwirkungen in Kauf zu nehmen. Ich versuchte also, einen anderen Weg einzuschlagen. Meiner Überzeugung nach lässt sich die psychische und die physische Gesundheit gestalten, indem man seine Lebensführung seinen Bedürfnissen anpasst und Dinge macht, die einem gut tun. Dies stärkt das ganze System  und es ist möglich, dass wir uns dadurch besser fühlen und unter Umständen ganz auf Medikamente verzichten können.

Die vegane Ernährung und mein Asthma

Als erstes setzte ich den Hebel bei der Ernährung an. «Du bist, was du isst.» leuchtet mir ein, wenn ich daran denke, dass sich unser Körper aus dem bildet, was wir ihm zuführen. Animiert durch den Film «Gabel statt Skalpell» stellte ich Anfang 2018 meine Essgewohnheiten nach 24 Jahren vegetarischer Ernährung auf vegan um. Alsbald machten sich die ersten positiven Reaktionen bemerkbar: Ich fühlte mich allgemein lebendiger, heller und klarer. Durch dieses Erlebnis bestärkt, machte ich einen Versuch und schlich sachte mein kortisonhaltiges Asthmaspray aus. Fazit: Ich habe viel weniger Asthma, selten setze ich nun einen schnell wirksamen Spray ohne Kortison ein. Ob ich aber in Zukunft wieder Kortison einsetzen muss, wird sich zeigen.

 

 Die Lebensführung und meine Stabilität

 

Um innere Ruhe zu spüren, fest verankert und in Verbindung mit mir zu sein, haben sich folgende Verhaltensweisen bei mir bewährt:

 

Meditieren - Ich versuche täglich mit mir in Kontakt zu kommen, indem ich auf mein Kissen sitze und Meditiere. Diese Übung bringt mich zu mir und mit meinen Gefühlen in Kontakt. Ich docke an meinem Inneren an und höre zu, wie es mir geht.

Bewegen – Mein Körper ist das Zuhause meiner Seele, und ich möchte, dass sie sich wohl fühlen kann bei mir. Daher ist es mir wichtig, mich zu bewegen. Ich spaziere gerne und gehe oft zu Fuss. Velo fahren ist ebenfalls eine gute Möglichkeit, sich den Wind durch die Haare blasen zu lassen und den Kopf durchzulüften. Manchmal lasse ich aber meinen Körper einfach machen, was er grad tun will: zum Beispiel tanzen, schütteln, drehen oder dehnen.

Zucker – Ab August 2017 verzichtete ich eine Zeit lang auf weissen Zucker und stellte fest, dass ich viel ausgeglichener war, weil meine lästigen Hungerattacken bedingt durch einen Blutzuckerspiegelabfall verschwunden waren. Dies bestärkte mich darin, weniger weissen Zucker zu konsumieren.

Schlaf – Ich gehe gerne früh zu Bett, um am Morgen ausgeschlafen aufzuwachen. Nach Möglichkeit baue ich ein Mittagschläfchen in meinen Tagesablauf ein. Ruhezeiten sind mir wichtig und dienen mir der Regeneration, so dass anschliessend mit neuer Energie meine Aufgaben in Angriff nehmen kann.

Tagebuch – Seit meiner Kindheit schreibe ich Tagebuch. Meine Morgenseiten helfen mir, zu betrachten, was mich beschäftig und so meine Gedanken zu ordnen. Ab und zu lese ich das Geschriebene noch mal durch und gewinne so neue Erkenntnisse. Ich lasse alle Tagebücher nach ein paar Monaten gehen und bewahre nichts auf. Das gibt mir die Freiheit, alles unzensiert zu notieren, weil ich weiss, dass es nie jemand anderes lesen wird.

Freunde – Mich mit lieben Menschen auszutauschen und meine Gedanken zu teilen trägt zu meinem Glück bei. Ich schätze die Verbundenheit, die bei offenen und vertrauten Gesprächen entsteht.

 

Alkohol – Ich verzichte bewusst seit 2014 auf Alkohol, weil ich die Wirkung nicht mehr mag und ich ein klareres Bewusstsein einem benebelten Zustand vorziehe.

 

Kaffee - Ich trinke seit Januar 2018 keinen Kaffee mehr, weil mich dieser ebenfalls destabilisiert hat. Nun bevorzuge ich Wasser und ab und zu Tee. Nach einer kurzen Umgewöhnungszeit vermisse ich heute nichts mehr.

 

Fazit

Diese Veränderungen in der Lebensführung machten es möglich, dass ich ein stimmungsaufhellendes Medikament ausschleichen und schlussendlich weglassen konnte. Zurzeit reduziere ich ein stimmungsstabilisierendes Medikament, das ich bis in drei Wochen wohl ganz absetzen kann. Ich glaube daran, dass es möglich ist, mit einer veränderten Lebensführung unter Umständen auf Medikamente verzichten zu können. Allerdings bedeutet das auch, dass ich die Verantwortung für mein Handeln selbst übernehme und sie nicht an ein Medikament abgebe. Das heisst, einen sorgsamen Umgang mit sich selbst zu pflegen und gut auf sich und seine Bedürfnisse zu achten.

  

Was hast du für Erfahrungen gemacht mit Medikamentenkonsum und deiner Lebensführung?

 

Alles Liebe, Barbara

 

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