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Deko

Die Deko und das minimalistische Wohnen

 

Schaue ich eine nicht minimalistische Wohnung an, fällt mir oft aus, dass zahlreiche Deko-Gegenstände zur Verzierung des Raumes überall verstreut werden. Das wohl, um das Ambiente „gemütlich“ zu gestalten. Manch einer braucht all diese Dinge um sich rum, um sich wohl zu fühlen.

 

Auch minimalistische Wohnungen vertragen etwas an Deko. Ein gänzlich undekorierter Raum kann nackt, kalt und unzugänglich, wie nicht fertig möbliert wirken. Ausser es ist eine wunderbar ausgewogenen Architektur mit hochwertigen und natürlichen Materialien mit idealen Proportionen, schönem Lichteinfall und ansprechenden Oberflächen. Die mag sich auch so genug sein. Doch in den meisten Fällen wohnen wir in ganz gewöhnlichen (Miet-) Wohnungen oder Häusern.

 

Was zuerst kommt: Reduktion, Ordnung, Sauberkeit

 

Was braucht es nun, dass ein minimalistischer Raum optisch ansprechend wirkt? Pur und entspannt, ungekünstelt und schlicht, einfach und luftig. Bevor die Dekoration kommt, müssen noch drei andere Punkte erfüllt sein, dass ein Raum minimalistisch wirkt: 

Reduktion - Ordnung - Sauberkeit 

Reduktion: Das Ausmisten erfolgt zuerst und ist Voraussetzung, um einen Raum minimalistisch zu gestalten. Es braucht Luft, Licht und leere Flächen, um einen puristischen Eindruck zu erzeugen.

Ordnung: Die ist schnell geschaffen, wenn es nicht mehr so viel Gegenstände gibt und diese einen definierten Platz besitzen, an den sie immer wieder zurückkehren können.

 

Sauberkeit: Ist das Mobiliar reduziert und aufgeräumt, ist auch schnell geputzt und die Ausstrahlung des Raumes wird sofort noch reiner und frischer.

Jetzt ist der Moment der Deko gekommen!

Lege dir eine Sammlung an Lieblingsstücken zu, die du in einer Box aufbewahrst. Aus diesem Fundus kannst du schöpfen! Das können selbstgemachte oder gekaufte Bilder sein (Originale sind nicht zu übertreffen!), Blumen, Hölzer, Wurzeln, Steine, Samen oder anderes aus der Natur. Aber auch klassische Deko-Elemente wie Vasen, Skulpturen, Kerzen oder Tücher. Wenn deine Deko nicht ständig im Einsatz ist, sieht sich das Auge nicht satt und du hast länger Freude daran. Es braucht – ganz im Sinne des Minimalismus – nicht viel an der Zahl, je nach Wohnungsgrösse reichen einige Objekte.

Und jetzt, wo ist das neue Plätzchen des Deko-Elementes? Fühl gut in den Raum, betrachte ihn genau und versuche, auch leere Flächen auszuhalten. Wo darf es einen kleinen Akzent sein? Wo darf etwas ins Gleichgewicht gebracht werden? Welchen Bereich will ich betonen? Bedenke, Deko ist immer ein Eyecatcher, welcher den Blick führt. Platziere nun mit Bedacht und Achtsamkeit die geliebten und passenden Objekte. Lasse dich von deinem Gefühl leiten. Probiere aus und verwerfe so lange, bis sich das Gesamtbild stimmig und ruhig anfühlt. Vielleicht macht es „klick“, und etwas rastet ein und zeigt dir so das richtige Arrangement.

Ich lebe minimalistisch auf 24m2 und habe folgende Deko: 

1 weisse, dicke Stumpenkerze 

Ein Portraitfoto meines Freundes 

1 Goldbild im Format 60 x 60 cm, von mir 

Fotokunst meines Freundes, 20 x 20 cm 

Ein mit Flechten bewachsenes Ästchen 

Sporadisch: Eine einzelne Blüte in einer Flasche 

 

Welche Deko bevorzugst du und warum?

 

Alles Liebe, Barbara

 

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