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Wabi Sabi

Wabi-Sabi kommt aus Japan

 

„Ursprünglich bedeutete „wabi“ traurig, verlassen oder allein, „sabi“ war das Wort für alt sein, vergehen, Patina ansetzen.“ Es bezeichnet das Anerkennen der Schönheit von Dingen, die alt und oft gebraucht wurden. Wabi Sabi erzählt von der Bescheidenheit, sich eben mit diesen Dingen zu begnügen und ist eng verbunden mi dem Zen-Buddhismus.

 

Wohnen mit Wabi Sabi 

Die Raumstimmung darf bei aller Schlichtheit und Reduktion belebt sein. Das geschieht durch edle Naturmaterialien, die ihre unterschiedlichen Texturen zeigen. Grob gewebte Jute und Sacktuch, leicht geknittertes Leinen, glatte Baumwolle, grober Strick und fein gewebte Wolle geben ein abwechslungsreiches Bild, das die Augen befriedigt. Dazu kombiniert verschiedene Hölzer von hell bis dunkel und Wandfarben in kühlen Naturtönen wie Greige, Stein, Sandbeige und Grau. Das Beste an diesen Materialien und Farben ist, dass sie kreuz und quer kombiniert werden können und immer zusammen passen. 

Der angestrebte Raumeindruck ist sanft und still. Die Möbel sind wenig an der Zahl, geliebt und mit Gebrauchsspuren versehen. So hat es genug Platz für freie Flächen. Hochwertige Gegenstände aus natürlichen Materialien, welche die Zeichen der Zeit und eine gewisse Patina mit Stolz tragen dürfen, geben eine flüsternde Stimmung, die reizgeplagten Menschen besonders gut tut.

Eckpfeiler des Wabi Sabi

Bescheidenheit ist den Wabi Sabi Dingen eigen. Nicht immer neuer Konsum, sondern mit Genuss das Leben und Vergehen zelebrieren gehört zu diesem Lebensstil. Damit die Möbel lange halten, ist eine gewisse Qualität gefordert. Auch die Hinwendung zur Natur ist ein wichtiger Aspekt. Weiter wird die Konzentration auf das Wesentliche als wichtig erachtet, und zuletzt das Aushalten und schätzen von optischer Leere.

Weitere typische Konzepte, die zu Wabi Sabi gehören:

Asymmetrie: Spannung und Ausgewogenheit in der Gestaltung, der Verzicht auf unnatürliche Symmetrie.

Schlichtheit: Reduktion; so wenig wie möglich, soviel wie nötig. Alles Unnötige ist Ablenkung vom Wesentlichen.

Entsagung: Verzicht auf immer Neues, die Liebe zum Alter und dem Alten.

Natürlichkeit: Echtheit in Materialität und Ausdruck, Ehrlichkeit

Tiefgründigkeit: Keine Oberflächlichkeit, das gestalterische Konzept enthüllt sich nur subtil.

Nicht Unterwerfung: Den freien Geist im künstlerischen/gestalterischen Ausdruck bewahren.

Innere Ruhe: Der Zustand des Künstlers/Gestalters ist von innerer Ruhe und einem meditativen Zustand geprägt.

Aus diesen Konzepten setzt sich Wabi Sabi zusammen und verwöhnt unsere Sinne mit dem puristischen Charme der lebendigen Natürlichkeit. So wirkt die Zen-artige Ruhe entspannend auf unseren Geist. 

Wie gefällt dir Wabi Sabi?

 

Alles Liebe, Barbara

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