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Konflikte zwischen Sparen, Minimalismus und Zero Waste

Der Minimalismus und das Sparen

 

Wie ich bereits erwähnt habe, ist mein Budget ein kleines. Zurzeit nicht selbst gewählt, obwohl ich gar nicht mehr Geld zur Verfügung haben möchte. Ich würde es ja trotzdem nur ausgeben für Dinge, die ich alsbald vergessen hätte. Der Gedanke vom Minimalismus und dem bewussten Konsum passen daher gut zusammen. Mich immer erst zu fragen, ob ich etwas wirklich brauche, oder es einfach jetzt nur gerade haben will, weil ich einen Dopaminkick brauche, lohnt sich. Ich kaufe bewusster und weniger ein und konnte dadurch auch etwas eine Beruhigung in meine Finanzen bringen. Das Führen eines Haushaltsbuches und ein Budget helfen mir dabei. Ich fühle mich wohl mit den Werten des Minimalismus, daher lebe ich ihn auch schon seit einigen Jahren.

 

Der Minimalismus und verwandte Themen

Der Minimalismus greift am Rande in andere Gebiete über, die mich auch interessieren. Sei es den Veganismus (mehr dazu hier), sei es Achtsamkeit, der ich hier einen Beitrag gewidmet habe, oder sei es Zero Waste, mit dem ich mich in den letzten Wochen beschäftigt habe. Diese Gedanken gefallen mir, und ich denke es ist höchste Zeit, Veränderungen zum Schutz unserer Erde vorzunehmen. Und die beginnen bei jedem Einzelnen. Es ist keine Zeit mehr zu warten, bis die Politiker oder sonst wer etwas verändert.

Der Minimalismus und Zero Waste

Hier entsteht mein Konflikt: Zero Waste passt nicht unbedingt zum Minimalismus, weil man für Zero Waste viele Dinge entweder wiederverwertet und somit aufbewahrt, oder man sich Behältnisse zulegen muss, um verpackungsfrei einkaufen zu können. Ich brauche mehr Gegenstände in meinem Sortiment: Stofftaschen und -säckchen, Vorratsgläser, Dosen etc. Dann ersetze ich Verbrauchsmaterialien durch wieder verwendbare Dinge: Staubtücher für den Boden mit waschbaren Tüchern, Papierservietten mit Stoffservietten, Papiertaschentücher mit Stofftaschentücher. Somit wachsen meine Haushaltsgegenstände wieder an, will ich Zero Waste anstreben.

Zero Waste und Sparen

Obwohl es mich dringend nötig dünkt, Abfall zu vermeiden, allem voran Kunststoff, merke ich, dass ich das nur umsetzen kann, wenn ich erst einige Anschaffungen tätige. Das widerstrebt mir. Einerseits aus Kostengründen, andererseits weil ich nicht Lust darauf habe, wieder mehr Material in meine gemütliche Höhle zu schleppen. Ich habe es jetzt aber bis zu einem gewissen Grad trotzdem getan: Zum Beispiel habe ich mir eine Kleiderbürste geleistet, die die Klebpapierrollen zur Fusselentfernung ersetzt.  Und ich setzte oben genannte Beispiele um. Aber was bleibt, ist der höhere Preis im Unverpacktladen. Der passt schlicht und ergreifend nicht so ganz in mein Budget. Ich werde also bei jedem Einkauf abwägen, ob mein kleines Budget oder der Umweltschutz den Ton angibt.

Heute findet das «Filme für die Erde» Festival statt. Ich sah eben den Film «The Clean Bin Project» und wieder ganz neu motiviert, meinen Müll zu reduzieren. Ich denke auch über ein konsumfreies Jahr nach. Schon lange tu ich das… vielleicht gelingt mir bald mal die Umsetzung.

Wie erlebst du das? Lebst du Zero Waste, bist du MinimalistIn und konsumierst bescheiden?

  

Alles Liebe, Barbara

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