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Kaufverhalten

Empfänglich für emotionale Berührungen

 

Schon seit einigen Jahre versuche ich, mein Kaufverhalten meinen Vorstellungen anzupassen. Das ist mir auch in ganz vielen Bereichen gelungen. Die meiste Werbung berührt mich nicht, es werden keine Gelüste nach dem neusten Smartphone, dem angesagtesten TV-Gerät oder kuhlsten Ferienreise geweckt. Ich bin im grossen und ganzen zufrieden, da wo ich bin, mit dem was ich bin und mit dem, was ich habe. Aber dann gibt es da diese schönen Stimmungsbilder in manchen Katalogen, die mich mitten ins Herz treffen. Die wecken in mir ein Lebensgefühl, das genau meinen Bedürfnissen entspricht. Ich denke da an die papierenen Kunstwerke von Gudrun Sjöden oder auch an die kunstvollen Fotos vom Grüne Erde Katalog.

Sehen, geniessen und ab ins Altpapier

Ich erwische mich immer wieder, wie ich mir dieses Lebensgefühl, das da fotografisch abgebildet wird, mit dem Kauf der Produkte in meine Leben ziehen will. Das beschränkt sich – Minimalismus sei Dank! – nur noch auf Kleider. In allen anderen Lebensbereichen kaufe ich nur noch, was ich wirklich brauche. Aber bei Tuniken, Pluderhosen & Co. werde ich gerne schwach. Vor kurzem entnahm ich meinem Briefkasten der Grüne Erde Katalog. Ich sah ihn mit Vergnügen durch, genoss die ansprechenden, puristischen Fotos in sanften Farbtönen und dachte nicht mal daran, etwas zu bestellen. Das war wunderbar, und ich konnte den Genuss noch steigern dadurch, dass ich mir die schönsten Bilder an die Wand hängte und danach den Katalog im Altpapier entsorgte.

Im Rahmen des Möglichen

Ich habe mein Budget, das bescheiden, für viele vielleicht sogar sehr bescheiden, ist. Daher ist es für mich wichtig, dass ich mich innerhalb meiner selbst gesetzten Leitplanken bewege, um nicht finanzielle Probleme zu erhalten. Immer mal wieder dehnte ich meine Regeln arg aus, das büsste ich mit Geld-Akrobatik im Bereich Nahrungsmittel kaufen, um die Ausrutscher wieder wett zu machen. Nun habe ich mich entschieden, diesen Verführungen grösstenteils zu widerstehen und mich innerhalb meiner selbstgewählten Vorgaben zu bewegen. Die Schwierigkeiten, mit denen ich mich konfrontiert sehe, sind folgende: Es ist einfacher, etwas zu tun, als etwas nicht zu tun. Doch ich will meinen Werten gemäss leben, und das bedeutet, nichts Unnötiges zu konsumieren.

 

Alles Liebe, Barbara 

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