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Morgenseiten: Tagebuch schreiben nach dem Aufstehen

Seit 17 Jahren mein Morgenritual

 

Wer mich kennt, der weiss, dass ich seit vielen Jahren morgens rund eine halbe Stunde Tagebuch schreibe. Seit meiner Kindheit pflegte ich dieses Ritual, täglich aber erst seit 2002. Mein damaliger Beweggrund war, dass ich mir meine Träume notieren und so mehr über mein Unterbewusstsein herausfinden wollte. Heute ist das Schreiben eine Möglichkeit, meine Gedanken zu ordnen, Klarheit zu finden und mit bewusst zu machen, was ich denke.

 

Zwei Fliegen auf einen Streich

 

Der Grund ist auch, dass ich nach dem Aufstehen 30 – 60 Minuten vor meine Therapielampe sitze. Ein helles, kühles Licht, das mich vor einer Winterdepression bewahren soll. Ich setz mich also hin, in den hellen Lichtschein und beginne zu schreiben. Alles, was mir durch den Kopf geht, ab und zu was ich erlebt habe, selten meine Träume. Ich mache so sichtbar, was den lieben langen Tag von meinem Kopf gedacht wird. Diese endlose Denkerei, die uns oft gar nicht bewusst ist, hole ich ans Tageslicht und kann meinen Gedankenfluss betrachten.

 

Beobachten verändert

 

So gesehen hat dies Ähnlichkeiten mit einer Meditation. Rein durch das Beobachten ändert sich im Laufe der Zeit eine Sache, mit den Gedanken ist das ebenso. Beim Sitzen betrachte ich meine Gedanken in einer anderen Weise, ich höre mir zu und schaue mir an, was aus meinem Innern aufsteigen will. Diese beiden Arten, meine Gedanken zu beobachten beruhigen mich, und ich schätze die Struktur, die mir diese zwei Dinge geben.

 

Schreibst du auch Tagebuch oder beobachtest deine Gedanken?

 

 

Alles Liebe, Barbara

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