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29. Juli - Earth Overshoot Day 2019

Das Ende der Ressourcen und der Minimalismus

 

Am 29. Juli ist Earth Overshoot Day 2019. Da haben wir Erdenbürger mehr von der Natur verbraucht, als uns zusteht. Die Schweizer sind noch schneller und hatten bereits am 7. Mai 2019 diesen Zeitpunkt erreicht. Das ist eine bedenkliche Entwicklung. Daher auch mein Interesse für den Minimalismus als Lebensstil. Vor kurzem habe ich meine persönlichen Gründe für den Minimalismus gesucht: Begonnen hat alles mit der Ästhetik. Als hochsensibler Augenmensch sind für mich die optische Ruhe und die leisen Farben in natürlichen Materialien eine Augenweide. Das war mein ganz persönlicher Einstieg ins Thema. Als ich mich im Jahr 2015 im Internet einlas in das Gebiet, wurde ich noch von einem weiteren Punkt in den Bann gezogen: Dem Schutz der Erde.

 

Die persönliche Komfortzone verlassen

 

Minimalismus ist ein geeignetes Mittel, um weniger zu verbrauchen. Wir alle konsumieren zu viel. Mehr als nötig, mehr als uns zusteht. Das bedingt für uns eine Verhaltensänderung. Es heisst, sich aus unserer Komfortzone heraus zu bewegen und Dinge anders zu machen als bisher. Es bedeutet, sich ernsthaft zu bemühen. Dass das eine Herausforderung darstellt, erlebe ich häufig. Im Unverpacktladen einkaufen sprengt meist mein Budget. Glücklicherweise gibt es auch im Supermarkt und auf dem Markt diese Gelegenheit. Fair produzierte Biokleidung einkaufen ist für mich teuer. Nicht immer steht in dem Moment, wo ich etwas brauche, das benötigte Budget zur Verfügung. Da gibt es als gute Lösung Brockenhäuser und Second Hand Läden. Ganz generell gilt, am besten ist nicht der umweltverträglichste Kauf, sondern der Kaufverzicht.

 

Das Unperfekte willkommen heissen

 

Ich arbeite daran. Weniger zu kaufen und mit dem zurecht zu kommen, was da ist, ist eine tägliche Aufgabe. Ein solches Verhalten fordert ein stetes Umdenken von uns. Was mir hilft, ist Abschied nehmen von Perfektionismus. Es darf Unregelmässigkeiten, Fehler, Fehlstellen, Alterungserscheinungen und Abnutzung geben, Wabi Sabi eben. Interessanterweise liebe ich die Dinge, die mich bereits eine lange Zeit begleiten, immer mehr. Trotz oder gerade wegen ihrer vermeintlichen Makel. Das rohe Blatt meines Holztisches trägt seit 14 Jahren meine Lebensspuren. Meine weisse Bettwäsche aus weich gewaschener Baumwolle hat ein Loch und einen Farbfleck. Ich habe sie gern – je länger je mehr. So wie ich auch langsam meine Altersspuren zeige und meine Selbstliebe daran wachsen kann.

 

Es gibt Lebensbereiche, da fällt mir die freiwillige gewählte Einfachheit leichter. Klein Wohnen zum Beispiel. Oder Velo und ÖV’s fahren statt Auto. Auch vegetarisch oder vegan essen. Doch es gibt noch viel loszulassen und bescheidener zu werden.

 

Wie gehst Du mit den Ressourcen dieser Erde um?

 

 

 

Alles Liebe, Barbara

 

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