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Schöner Wohnen - 12 Irrtümer

Wohnst du gerne schön und gemütlich? Manchmal schleicht sich trotz bester Absicht eine unrunde Stimmung ein. Etwas stimmt nicht, du fühlst es, weisst aber nicht genau, an was das liegen könnte. Du wünschst dir einen Verbesserungsvorschlag, weisst aber nicht, wo den Hebel ansetzen? Vielleicht helfen dir diese Tipps. Hier gehe ich 12 gängigen Irrtümern auf den Grund, die sich in unsere Wohnungseinrichtung einschleichen können.

 

1. Laminat ist gleich gut wie Parkett

 

Laminat ist im Gegensatz zu Holz ein künstliches Produkt, welches nicht echtes Holz zeigt, sondern eine Kopie davon. Laminat erzeugt ein billiges Ambiente, lässt sich nicht renovieren und altert unschön. Daher: Bevorzuge wo immer möglich echtes Holz!

 

2. Eine Deckenlampe macht schön hell

 

Eine Deckenlampe, die den Raum gleichmässig ausleuchtet, ist ein echter Stimmungskiller. Die Atmosphäre wirkt beklemmend und verliert jeden Charme. Günstiger ist es, verschiedene Lichtquellen im Raum zu verteilen und so Lichtinseln zu schaffen.

 

3. Dunkle Wandfarben machen klein

 

Weit verbreitet ist die Annahme, dass dunkle Farben den Raum verkleinern. Wirklich dunkle Farben wie Anthrazit, Schwarz, Nachtblau und Schwarzbraun öffnen den Raum. Es entsteht eine optische Ferne, die vom Betrachter weg weicht und Raum schafft. Effektiv kleiner machen mitteltonige Farben.

 

4 Einem nördlich ausgerichteten Raum tun gelbe Wände gut

 

Das Licht in einem Nordzimmer ist schattig und kühl. Das lässt einen Gelbton gallig, trübe und matt wirken. Das ganze Leben und die freudige Strahlkraft von Gelb geht so verloren. Besser: Mit dem arbeiten was ist und kühle oder neutrale Wandfarben einsetzen.

 

5. Überall Wohnaccessoires machen gemütlich

 

Viel hilf nicht viel. Wähle besser Lieblingsstücke und komponiere stimmige und spannende Arrangements an einigen ausgewählten Orten deiner Wohnung. Schaffe gezielt einen Blickfang, weniger ist mehr.

 

6. Einen Farbakzent oft wiederholen bindet die Gestaltung zusammen

 

Ein häufig gemachter Fehler: Ich wähle z.B. Blau als Akzentfarbe und verteile überall im Raum blaue Tupfer: Kissen, Kerzen, Decken, Teppiche usw. Ein Akzent lässt sich ein oder zweimal wiederholen, mehr nicht, sonst verliert er an Aussage. Lieber verschiedene Töne zu einander stellen, die sich unterstützen.

 

7. Ein Bild soll auf Augenhöhe hängen, wenn ich stehe

 

Oft sehe ich, dass Bilder zu hoch hängen. Das ist schnell möglich, wenn ich stehend die Augenhöhe bestimme. Im Wohnzimmer aber, indem ich meist sitze, gehören die Bilder auf Augenhöhe im Sitzen. Ein Bild kann kaum zu tief, sicher aber zu hoch hängen.

 

8. Alle Möbel aus einem Guss beweisen Stil

 

Bei einer solchen Komposition kommt Möbelhausflair auf und der persönliche Ausdruck der BewohnerInnen gerät in den Hintergrund. Individuelles Wohnen geht nicht schnell! Nimm dir Zeit um die passenden Stücke zu finden.

 

9. Grünpflanzen gehören in jede Wohnung

 

Grünpflanzen geben mit ihrer Farbigkeit eine zusätzliche Nuance zum Farbkonzept. Nicht zu allen Kompositionen passt grün. Manchmal ist es günstiger, das Grün vor dem Fenster zu belassen und im Innenraum anderen Farben den Vorzug zu geben.

 

10. Der TV Anschluss bestimmt die Möblierung

 

Ein bekanntes Phänomen: Ich stelle den TV beim Anschluss hin und das Sofa gegenüber. So sehen alle Wohnzimmer gleich aus, wie vom Architekten geplant. Überlege dir, unabhängig von den Anschlüssen, wie du dich gerne im Raum ausrichten willst, wohin du blicken willst.

 

11. Freie Flächen müssen gefüllt werden

 

Weniger ist mehr. Wenn du es dir verkneifen kannst, alle freien Flächen auf den Wänden oder auf den Möbeln aufzufüllen, gewinnt der Raum an Ruhe und hat Luft zum Atmen. Lasse mal eine Wand leer oder sehe davon ab, die Oberfläche des Sideboards zu dekorieren.

 

12. Die Möbel gehören an die Wand gestellt

 

Etwas, das ebenfalls oft zu sehen ist: Die Möblierung wirkt wie zentrifugiert. In der Mitte ist viel freie Fläche vorhanden, und die Möbel sind an den Wänden aufgereiht. Getraue dich, Möbel in den Raum zu stellen und die freie Bodenfläche zu gliedern.

 

Viel Freude beim schöner Wohnen!

  

 

Alles Liebe, Barbara

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