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Achtsames Putzen

Gehört putzen etwa zu den Tätigkeiten, die du widerstrebend verrichtest? Ja? Oder im Gegenteil, geht es dir wie mir und du hast Freude am Putzen? Warum ist das so? Oder anders gefragt, was spricht fürs Putzen? Vielleicht findest du mit diesen neuen Gedanken auch Erfüllung in dieser immer wiederkehrenden Arbeit.

 

1. Putzen schafft ein angenehmes, sauberes Zuhause

2. Putzen beruhigt den Geist

3. Putzen bringt «das Herz zum glänzen»

 

Wenn ich also meine Umgebung rein halte und das in einer bewussten, achtsamen Weise tu, hat das glückliche Folgen für meinen Geist, meine Gefühlslage und meine Wohnung. Die Wohnung kann als dritte Haut des Menschen betrachtet werden. Und unter der zweiten (Bekleidung) und ersten Haut finden sich der Geist und die Emotionen in unserem Innern.

 

Eine achtsame Haltung einnehmen

 

Konzentriere ich mich auf das Putzen und bin ganz bei der Sache, kommt mein Geist zur Ruhe. Ich arbeite zügig, jedoch ohne mich zu beeilen. Ich schaue, was ich mache und bin mit meinen Gedanken bei meiner Arbeit. Ich verwende natürlichen Materialien wie Putzlappen aus Baumwolle, reines Wasser als Putzmittel oder selbstgemachtes Reinigungsmittel aus Natron und Essig. Den Boden wische ich mit einem Stück Frotée aus einem alten Duschtuch aus Baumwolle, das ich waschen und immer wieder verwenden kann. So komme ich mit zwei Lappen, Wasser, Natron und Essig aus. Ich nehme war, was sich wie anfühlt und bemerkte die Unterschiede.

 

Das Herz zum glänzen bringen

 

Diesen Ausspruch im Zusammenhang mit Putzen stamm von Shoukei Matsumoto findest du im Büchlein «Die Kunst des achtsamen Putzens». Es geht darum, dass sich Innen und Aussen entsprechen und der entfernte Staub sich auch positiv auf unser Innenleben auswirkt. Wer kenn nicht das heitere, erfrischte Gefühl, das sich einstellt, wenn du dich nach einem erfolgreichen Putzvorgang in deiner Wohnung umschaust? Die Energie ist ganz eine andere! Willst du nach einer physischen Reinigung noch eine energetische Reinigung vornehmen, kannst du getrocknetes Salbeikraut aus dem Garten verbrennen. Danach lüftest du deine Wohnung gründlich durch. Die Sauberkeit zeigt sich in einer klaren Ausstrahlung des Raumes und deinem guten, friedlichen Gefühl.

 

Bequeme und natürliche Kleidung

 

Wähle für deine Putzarbeit bequeme Kleidung, die dich nicht einengt. Bevorzuge Naturmaterialien, wie Leinen und Baumwolle. Diese sind atmungsaktiv und Leinen zudem antiallergisch und antibakteriell. Sie lassen sich leicht auslüften oder waschen. Magst du mal mit baren Füssen putzen? Das feine Gefühl, das du an deinen Fusssolen wahrnehmen kannst, wenn der Boden ganz sauber ist, ist wunderbar. Nicht nur mit deinen Händen kannst du auf diese Weise die Veränderung und die unterschiedlichen Oberflächen wahrnehmen, sondern auch mit deinen Füssen. So fühlst du dich verbunden mit deiner Umgebung.

 

Kleine Schritte im Alltag

 

Wenn du dir etwas Schmackhaftes gekocht hast, lohnt es sich, bald abzuwaschen, abzutrocknen und das benutzte Geschirr zu versorgen. Reibst du noch die Oberfläche und den Spültrog trocken, wartet für den nächsten Kochvorgang eine perfekt aufgeräumte Küche auf dich.

 

Stelle deine Schuhe ordentlich hin. Sich die Zeit zu nehmen, im Eingangsbereich die Schuhe aufzureihen, gibt ein freundliches Wellcome. Für dich und für deine Besucher.

 

Wähle für jeden Gegenstand, der in deinem Leben ist, einen verbindlichen Wohnort aus. Keine heimatlosen Dinge sollen frei flottieren können! Denn diese ballen sich zu Haufen, und dort wächst die Unordnung an wie ein eigenständiges Wesen. Gewöhne es dir an, vor dem Schlafen gehen all die benutzten Dinge ebenfalls zu Bett zu bringen. Am Morgen erwartet dich ein klarer, übersichtlicher und ruhiger Raum.

 

Sammle deine Schmutzwäsche nicht zu lange. Erstens weil mögliche Flecken dann immer schwerer zu entfernen sind, zweitens weil der Berg olfaktorische und energetische Minuspunkte verströmt. Manche Kleidung lässt sich schonend auslüften wie Stücke aus Wolle, Kaschmir, Alpaka und Leinen. Wasche mit einer so hohen Temperatur wie nötig, nicht heisser. Das braucht weniger Energie und schon Ressourcen. Probiere für aus, ob ein Waschmittel aus Kastanien, Waschnüssen oder Efeu für dich ein gangbarer Weg ist. Die Pflanzen sind kompostierbar und so dem natürlichen Kreislauf zurückzuführen. Oder teste mal eine halbe Tasse Essig als Waschmittel.

 

Kümmere dich darum, dass sich keinen Schimmel in deiner Wohnung einnistet. Dieser schadet unserer Gesundheit. Er entsteht bei Feuchtigkeit und stehender Luft. Lüfte daher deine Wohnung mindestens drei Mal täglich für fünf Minuten quer, und entsorge alle Möbel und Dinge, die du nicht benötigst. Lasse Luft zwischen Wand und Möbel. Und trockne stehendes Wasser in Bad und Küche sogleich ab.

 

Die Pflege deine Wohnung wirkt auf dich zurück. Ein sauberes, ordentliches Umfeld strahlt Ruhe und Frische aus. Dein ganzes Wesen wird ruhig und klar.

 

 

 

Alles Liebe, Barbara

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Kommentare: 1
  • #1

    Susanne (Donnerstag, 12 März 2020 11:40)

    Sehr schöner Beitra ;)