· 

Farbkonzept Capsule Wardrobe Frühling 2020

Im März ist Frühlingsbeginn. Sei es der meteorologische am 1. März, oder der kalendarische am 20. März. Es ist Zeit, einen Blick in meinen Kleiderschrank zu werfen und meine Bedürfnisse und veränderten Befindlichkeiten in einer neu justierten Farbwahl auszudrücken.

Das mal waren meine Farben nicht sofort klar für mich. Ich habe zwei unterschiedliche Bedürfnisse, die sich nicht so ohne weiteres verbinden lassen:

 

Was gefällt mir?

 

1. Ich liebe Naturtöne wie Sand, Beige, Natur, Senfgelb, Oliv, Greige und Aubergine

 

Als natürliche Frau, die die Natur und alles Echte liebt, würde ich dies auch gerne durch meine Kleiderfarben ausdrücken. Ich hab’s probiert… und verworfen. Ich mag mich nicht anschauen in diesen warm unterlegten Nuancen. Wohl bin ich doch mehr ein Augenmensch als kinästhetisch veranlagt. Einzig das Aubergine lässt mich einigermassen schön aussehen.

 

2. Ich mag es, wenn ich in meinen Farben hübsch ausschaue

 

Die Farben, die mich zu Strahlen bringen, sind kühl unterlegt. Sie entsprechen weder eine Winter- noch einer Sommerpalette und werden von mir individuell bestimmt. Es gibt getrübte Töne, die kleidsam sind für mich, aber auch fast ganz reine Nuancen mit Strahlkraft. Die setze ich bevorzugt als Akzent ein, denn grossflächig getragen fühle ich mich damit unwohl und von der Farbe dominiert. Meine persönlichen Farben entstehen aus mir heraus, es sind meine Körperfarben und somit bereits da. Ich nehme sie genau ab und erstelle eine Palette.

 

Finden, was stimmig ist

 

Ich spürte nach und entschied mich, in der Farbpalette vom Frühling 2020 einen Akzent aufzunehmen. Etwas, worauf ich längere Zeit aus Gründen der Schlichtheit und der vereinfachten Kombinierbarkeit verzichtet hatte. Dazu kam meine starke Farbsensibilität, die mein System schon bald gesättigt sein liess. Doch aktuell habe ich grosse Lust auf die lebensbejahende Farbe Rot. Welches Rot im speziellen, dazu komme ich noch.

 

Wie finde ich nun meine Palette, die genau zu mir gehört? Was ist meine Essenz? Angeregt durch das Buch «Capsule Wardrobe» von Diana Schlössin analysierte ich meine Körperfarben. Die Natur macht keine Fehler, und was an mir bereits da ist, ist richtig.

 

Neue Farben und alte Lieben

 

Grundfarbe 1: Der hellste Ton meiner Haarfarbe -> Silbergrau

 

Grundfarbe 2: Der dunkelste Ton meiner Haarfarbe -> Umbra-Anthrazit

 

Grundfarbe 3: Der dunkle Ring in meiner Iris -> Petrol-Anthrazit

 

Romantikfarbe: Der Rotton der zusammen gedrückten Fingerkuppe -> Hellrot

 

Essenzfarbe: Der durchschnittliche Hautton deiner Handinnenfläche -> Hellkupfer

 

Inspirationsfarbe: Venenton am Handgelenk -> mattes Petrolgrau

 

Entspannungsfarbe: Hellster Ton meiner Iris -> Aqua

 

Energiefarbe: Meine Irisfarbe -> Graugrün

 

Aus diesen acht Farben wähle ich sechs aus. Ich entscheide mich für:

 

Silbergrau, Umbra-Anthrazit, Petrol-Anthrazit, Hellrot, Aqua und Graugrün

Diese Kombination bildet das Farbkonzept meiner Capsule Wardrobe. Seine Farben zu entdecken geht ganz leicht und ist das Natürlichste der Welt. Es sind keine komplizierten Überlegungen und Konzepte notwendig, ich brauche keine Beraterin und ich werde nicht in ein Kistchen gesteckt.

 

Ich orientiere ich mich also nun an einer Palette, die einen mittleren bis hohen Kontrast aufweist, kühltonig und stark getrübt ist und mit einem (!) frischen Akzent mit hohem Bunttonanteil belebt wird. Die Farbmuster sind Ausschnitte aus meinen Bildern. Das heisst, ich habe diese Töne und Strukturen selbst gemischt. So haben sie etwas mit mir zu tun, sind aus meinem Innern entstanden und verbinden so mein Innenleben und mein Äusseres.

 

Wie kombinieren?

 

Grössere Flächen wie Hosen, Kleider und Jacken halte ich in meinen Grundfarben. Kleinere Flächen wie Schals, Mützen, Handschuhe, Rucksack und Shirts können zukünftig in Graugrün, Aqua oder Hellrot sein. Die Herausforderung wird nun sein, stimmige Nuancen zu finden und Geduld aufzubringen, bis das Schwarz ausgeschlichen ist. Schwarz mochte ich schon länger nicht mehr so recht an mir. Weder kinästhetisch noch optisch. Umbra-Anthrazit ist eine sehr gute Alternative, die zugänglicher wirkt, aber trotzdem noch die Tiefe und den Schutz von Schwarz ausstrahlt. Auf meinem Portraitfoto trage ich einen schwarzen Pulli. Es ist gut zu erkennen, dass diese Farbe in diesem stumpfen Material (Kaschmir), das jedes Licht schluckt, zu hart für mein Gesicht ist.

 

Wie gefällt dir diese Einfache Anleitung, um deine Farben zu entdecken?

 

Alles Liebe, Barbara

 

Ein paar Tage später:

Das natürliche Konzept der Körperfarben ist wunderbar - nur mag ich nicht 2/3 meiner Bekleidung auf den Kopf stellen. Ich werde von der Umsetzung absehen, weil das heissen würde, viele neue Teile zu erwerben.  Das ist weder sinnvoll noch nachhaltig. Ich halte mich also auch weiterhin an meine sich über mehrere Jahren organisch entwickelte Palette aus Schwarz und Grau von hell bis dunkel als Basics. Akzentuiert wird mit je einem Teil in Violett, Graubraun, Graugrün und Aubergine. Bei Neuanschaffungen werde ich aber zukünftig meine Palette vor Augen haben.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0