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Weniger kaufen - was hilft

Das ewige Suchen

 

Gestern surfte ich mal wieder gefühlt den ganzen Abend auf Seiten der Versandhäuser herum. Ich erstelle da eine Merkliste und legte dort einiges in den Warenkorb. Ich hatte vielleicht sechs Seiten meiner bevorzugten Kleidergeschäfte offen und verglich und rechnete. Mein Wunsch war es, nachhaltige, fair produzierte und bio Kleidung aus natürlichen Materialien zu finden, die ich bezahlen konnte und die mir gefiel. Also die Quadratur des Kreises. Ich suchte. Und suchte. Mein ganzes Augenmerk war darauf ausgerichtet zu sehen, was fehlt.

 

Alles ist bereits da

 

Plötzlich blickte ich auf. «Was zum Teufel mache ich denn da?» schoss es mir auf einmal durch den Kopf. Ich schaute mich in meiner Wohnung um. Alles war da. Meine Schranktüren standen offen, und gaben den Blick auf das eine Tablar mit Kleidern frei. Auch da war alles da. Ich schloss mein Ultrabook langsam und ohne die gefüllten Warenkörbe weiter zu beachten. Ich stellte Erstaunliches fest: Alles war bereits da in meinem Leben. Ich braucht nichts. Die Suche hatte ein Ende.

 

Freude, Freiheit und Erleichterung

 

Ich schloss die Augen und fühlte. Ich spürte eine gelbe Freude in meinem Bauch. Ein Lächeln zog ganz auto-matisch meine Mundwinkel in die Höhe. Mein Herzraum wurde weit und erfüllt von Dankbarkeit. Es entstand eine Öffnung in meiner Wahrnehmung, ich spürte ein Freiheitsgefühl und eine grosse Erleichterung. Ich konnte fast nicht glauben, was da passiert. Zu SPÜREN, dass ich genug habe, ist eine ganz andere Liga, als es zu wissen!

 

Kopf vs. Herz

 

Bis vor kurzen war es mein Kopf, der mir «befahl», weniger zu kaufen und genügsamer zu sein. Ich wusste, Konsum über «das Genug» heraus tat mir und der Umwelt nicht gut. Was hat sich nun verändert? Ich fühle, dass ich genug habe. Ich denke es nicht nur, sondern die Erkenntnis ist in meinen Körper gesunken. Das ist ganz anders. Sog anstatt Druck.

  

 

Alles Liebe, Barbara

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