gedanken zum geld - 23. oktober 2017

„Ja. Da ist das Geld und da sind die Wünsche. Niemand sagt, dass das vorhandenen Geld all diese Wünsche jetzt oder sehr bald auch erfüllen muss. Wo steht das geschrieben? Das vorhandene Geld ermöglicht das Leben, so wie es gerade ist. Das ist ein guter Grund, diesem Geld ein Ja zu geben.“

 

Ja! und der innere Schalter zum höchsten Glück

 

Ruediger Schache

 

Immer mal wieder bewegte mich der Gedanke, wie ich mit meinen Wünschen umgehen soll. Die Wünsche sind immer grösser als meine Möglichkeiten, das ist ein Fass ohne Boden. Ich versuchte es mit einfach wahrnehmen und annehmen in einer Meditation, ohne Erfüllung anzustreben. Oder ich sass das Ganze mit Wunschlisten aus, die irgendwann mal an Aktualität verloren hatten und hinfällig wurden. Öfters jedoch gab eine innere Stimme keine Ruhe, bis der Wunsch erfüllt war. Um alsbald den nächsten Wunsch ins Rennen zu schicken. Diese Anregung von Schache gefällt mir, es ist ein Gedanke, den ich noch nie gedacht habe, er leuchtete mir aber schlagartig ein. Denke ich daran, kann ich besser wertschätzen, was ich habe, was mir mein Geld alles ermöglicht, und mein Fokus ist auf das, was da ist und nicht auf das, was fehlt gerichtet. Das vereinfacht das Leben erheblich, wenn nicht jedem Wunsch nachgesprungen werden muss.

Kommentare: 0

negative seiten am minimalismus - 5. oktober 2017

Seit zwei Jahren habe ich eine Capsule Wardrobe, seit einem Jahr diesen Blog, und seit ca. 20 Jahren lebe ich einigermassen minimalistisch, obwohl ich damals das Wort noch gar nicht kannte. Nach dieser Zeit beginne ich auch langsam festzustellen, dass es auch negative Seiten am Minimalismus haben könnte. Und zwar treten zwei Punkte für mich in den Vordergrund:

 

1.       Durch das stete Vereinfachen und Abspecken von allem kommt vor lauter Purismus auch manchmal eine gewisse Freudlosigkeit auf. Manchmal macht es eben Spass, ein unnützes Ding zu haben, sich mit den bunten Nuancen von Nagellacken zu beschäftigen oder aus einer Auswahl von Düften den Favoriten für die Sinne herauszusuchen. Obwohl das alles natürlich eigentlich schon längstens wegminimalisiert ist. Etwas mehr spielen mit der Vielfalt der Dinge, aus einem Fundus kreativ schöpfen zu können, das ist mit einem aufs Minimum reduzierten Haushalt nicht mehr möglich. Man stelle sich ein minimalisiertes Atelier eines Künstlers vor, wie soll sich da kreatives Chaos ausbreiten? Eben. Manchmal habe ich Lust zum spielerischen Umgang mit einer grösseren Auswahl von Dingen…

 

2.       Wenn sich das Konsumverhalten mit einer minimalistischen Haltung nicht ebenfalls verändert, kommt man aus dem Ausmisten nicht mehr heraus. Da kann man sich Jahr und Tag beschäftigen damit, immer wieder aufzuräumen und den Hausrat zu reduzieren. Dabei ist die Absicht des Minimalismus, dass man Zeit für andere, liebgewonnene Beschäftigungen hat (wenn du dann noch das geeignete Material hast -> oben). Also wird die Absicht, mehr freie Zeit zur freien Gestaltung zu haben, unter Umständen nie erreicht. Daher ist der veränderte Konsum ebenso wichtig wie die Reduktion.

 

Fazit: Manchmal vermisse ich das Spielen mit und „Nuschen“ in meinen Dingen. Und kaufen tu ich immer noch zuviel. :-)

 

Kommentare: 0

entrümpeln - 11. august 2017

Meist beginnt die Lust am Minimalismus mit dem Entrümpeln der Wohnung. Hier stelle ich von verschiedenen Methoden vier vor:

 

Die 365 Tag Methode

Du entrümpelst ein Jahr lang jeden Tag ein Teil. Was erst mal nach nicht viel klingt, ist am Ende des Jahres doch einen Haufen weniger. Vorteil: Du kannst das beiläufig erledigen und es kostet fast keinen Aufwand. Nachteil: Du siehst den Erfolg nicht so schnell und bist lange Zeit damit beschäftigt.

 

Die ein Monat Methode

Du entrümpelst einen Monat lang, am 1. Tag eine Sache, am 2. Tag zwei, am 3. Tag drei usw. Ende des Monats ist das viel Ware, von der du dich verabschiedet hast. Vorteil: Du hast innerhalb eines Monats Erfolgserlebnisse. Nachteil: Das Vorgehen ist eher nicht nach Themen geordnet.

 

Die Zimmer für Zimmer Methode:

Du entrümpelst Zimmer für Zimmer und lässt nichts in dem Raum aus. Vorteil: Ist einfach umzusetzen und lässt sich bei Bedarf noch mit einem Fresh-up verbinden (neuer Wandanstrich, ein neues Möbelstück, einer neuen Funktion des Raumes). Nachteil: ich sehe nie, wie viel ich von einem Bereich (z.B. Kleider) besitze.

 

Die Themen Methode:

Du entrümpelst nach Marie Kondo in folgender Reihenfolge: Kleider, Bücher, Dokumente, Kleinkram, Erinnerungen. Vorteil: Alles zu einem Thema kommt auf einen Haufen, ich sehe somit, wie viel ich wirklich besitze. Nachteil: Es kann etwas vergessen oder übersehen werden.

 

Folgendes Vorgehen hat sich für alle Methoden bewährt:

 

Stelle drei Kisten oder grössere Behältnisse bereit. Räume den Bereich, den du ausmisten willst, ganz frei. Dann reinige ihn. Anschliessend nimmst du von der ausgeräumten Ware die Dinge in die Hand. Betrachte sie, fühle in dich hinein, gibt dir der Gegenstand ein gutes Gefühl? Ist er nützlich? Magst du ihn? Im besten Fall keimt ein „Gern-haben-Gefühl“ in dir auf. Dann bist du bereit, ihn wieder einzuräumen. Bist du unentschlossen, legst du ihn in „Unentschlossen-Kiste“, die du dir am Schluss der Aktion oder einen Tag später noch mal vornimmst. Willst du den Gegenstand nicht mehr, entscheide, ob er wegzuwerfen ist (unrettbar kaputt, verloren, verdorben), dann gehört er ordentlich entsorgt. Oder ist er kaputt und du kannst ihn flicken oder flicken lassen? Dann gehört er in die „Flicken-Kiste“. Kannst du den Gegenstand verschenken oder sogar verkaufen, kommt er in die „Weggeben-Kiste“. In dieser Weise gehst du alle Gegenstände deines Besitzes durch. Ja, alle. Das ist aufwändig und zeitintensiv, aber es lohnt sich. Du wirst mit einem frischen, ruhigen und ordentlichen Zuhause belohnt.

 

Kommentare: 0

einfach essen - 17. juli 2017

In den letzten drei Monaten habe ich mich vermehrt mit meiner Ernährung beschäftig, wieder mal im Sinne einer Verbesserung. Meine Absicht war es, gesünder zu essen. Ich habe nach dem Film „Earthling“ die vegane Ernährung (nicht stur, sondern mit Ausnahmen) zum etwa dritten oder vierten Male ausprobiert; zum einen, weil ich Tierleid möglichst verhindern wollte, zum andern, weil ich mir vorstellte, die vegane Ernährung sei gesund. Nachdem ich nun meine Erfahrung damit gemacht habe stelle ich mehrere Dinge fest:

 

*Ich fühlte mich nach dem Verspeisen von veganem Essen weniger satt und erfüllt. Die Folge davon war, dass ich mehr als gewohnt gegessen habe.

 

*Es zeigte sich ein Mangel an B12. Ob der allerdings bereits bestand oder durch die Ernährungsumstellung zustande kam, ist unklar.

 

*Vegan Essen bedingt mehr Vorbereitung, mehr Vorausdenken und Planen.

 

*An der Schnittstelle zu andern Menschen wird’s kompliziert.

 

*Mir kam es so vor, als ob ich mehr Geld fürs Essen ausgegeben hätte.

 

Ich muss zugeben, dass mir eine vegetarische Ernährung einfach besser schmeckt, mich mehr befriedigt, einfacher umzusetzen ist, kein Mangel erzeugt und günstiger kommt. Um aus dem ganzen Thema keine komplizierte Sache zu machen - essen sollte meines Erachtens einfach und freudig sein und satt machen – bin ich zu folgendem, einfachen und naheliegendem Schluss gekommen:

 

Essen, wenn ich Hunger habe,

worauf ich Lust habe,

und soviel, bis ich satt bin. Ganz einfach!

 

Kommentare: 0

haare waschen mit roggenmehl - 15. mai 2017

Nun habe ich es ausprobiert: Das Haare waschen mit Roggenmehl. Es ist erstaunlich, wie gut das funktioniert! Du mischst dir 1 EL Roggenmehl (bei kurzen Haaren) mit wenig Wasser zu einem flüssigen Brei an und lässt ihn etwas ziehen. Danach leerst du diese Mischung auf deinen Kopf und verwendest sie wie Shampoo. Anschliessend spülst du sie gründlich aus - fertig! Die Haare trocknen luftig und griffig, haben Glanz und fühlen sich sauber an. Sie duften neutral und sind wunderbar natürlich gepflegt. Empfehlenswert!

Kommentare: 0

einfach leben - 26. april 2017

Das neue Buch „Einfach leben – Der Guide zu einem minimalistischen Lebensstil“ von Lina Jachmann kommt äusserst ansprechend daher. Schon die Aussenansicht ist mit dem weissen Cover, den optisch reduzierten Fotos auf dem Einband und den gerundeten Ecken eine Augenweide. Der Inhalt umfasst Wohnen, Mode, Körper und Lifestyle und geht in jedem Kapitel auf den Minimalismus in diesen Themengebieten ein. Besonders haben mir die Abschnitte Wohnen und Mode gefallen: Schöne, puristische Aufnahmen von Innenräumen (weiss gestrichene Tannenriemenböden!) und abgespeckte Kleiderstangen mit farblich sortierten Teilen erfreuen mein kritisches Auge. Ordnung, Reduktion und eine sehr reduzierte Farbpalette – unbunte Farben und Neutraltöne aus dem natürlichen Kolorit – klingen in stiller Weise zusammen und ergeben ruhige Arrangements. Mich persönlich hat grad wieder meine Liebe zu den Nichtfarben gepackt; wieder einmal mehr bestätigt sich mir, dass diese Nuancen längerfristig das sind, womit ich mich wohlfühle. Farbgelüste in Ehren, doch sie haben meist in meinem Leben eine kurze Lebensdauer. Neutrals hingegen verleiden mir nie.

 

 

Joachim Klöckner, der ausgeprägte Minimalist, der in einem fast leeren Zimmer lebt, wird nebst anderen porträtiert, weiter lernen wir bei der Lektüre die schlanke Wohnform der Tiny-Houses kennen. Modetechnisch wird uns einen Einblick in den hochreduzierten Kleiderschrank von Mimi (18 Teile) gewährt und es wird das Project333 im Detail vorgestellt. Dies auch einmal umzusetzen könnte ein Ziel sein, aber vielleicht mit einer Ganzjahresgarderobe zu 33 Teilen (Kleidung, Schuhe, Accessoires, Schmuck, ausgenommen Schlaf- und Sportkleidung, Unterwäsche und Socken).

 

 

Ein anregendes Buch, das punktet mit natürlichen Rezepten für schnelle Gerichte, selbstgemachten Putzmitteln und DIY-Kosmetik (Roggenmehlshampoo, will ich unbedingt mal testen). Noch eine kleine Anregung zum Schluss: Mein hier vorgestelltes Gesichtspeeling mit ÖL und Zucker ist feiner und sanfter, wenn man es mit Salz herstellt.

 

Kommentare: 0

5S - 13. april 2017

Angeregt durch meinen Bruder stiess ich auf die Ordnungsstrategie der 5S. Es ist eine Methodik, die aus dem japanischen Produktionsbetrieb von Toyota kommt. Sie wurde zur Erhaltung und Verbesserung von Ordnung und Sauberkeit am Arbeitsplatz kreiert. Als ich diese Struktur für mich prüfte, kam mir bald der Gedanke, dass sich diese ebenfalls im privaten Bereich nutzen liess und ganz gut zum Minimalismus passt.

 

 

Seiri – Sortiere aus. Passt bestens zur Vereinfachung und Reduktion des Hausrates: Ausmisten.

   

Seiton – Stelle ordentlich hin. Jedes Ding hat seinen Platz und kehrt konsequent an diesen Zurück: Unordnung hat so keine Chance.

   

Seiso – Säubere. Sauberkeit gehört zu einem angenehmen, minimalistischen Zuhause.

   

Seiketsu – Standardisiere. Alle Ware ist übersichtlich gekennzeichnet und/oder beschriftet und logisch abgelegt.

   

Shitsuke – Selbstdisziplin und ständige Verbesserung. Will man die Ordnung bewahren und nicht auf einmal wieder BesitzerIn von vielen unnützen Dingen sein, lohnt es sich, dranzubleiben.

   

Wie gefallen dir die 5S? Sind sie für dich umsetzbar in deinem Alltag?

 

Kommentare: 0

umzug - 28. märz 2017

Eine ganze Weile schon habe ich Ausschau nach einer kleineren und günstigeren Wohnung gehalten („Ennet dem Zaun ist das Gras grüner.“). Nach meiner grossen Ausmistaktion im September 15 wollte ich mich verkleinern, konnte aber nichts Passendes finden. Nachdem ich nun in mir die Bereitschaft entwickeln konnte, meine Vorstellungen der Realität anzupassen, habe ich innerhalb von gut zwei Wochen eine einfache und hübsche Wohnung mit 26 m2 in einem charmanten Berner Quartier gefunden. Ich werde auf Ende März „mein“ Ort in Bern verlassen und einen Neuanfang machen, worauf ich mich nun nach dem Durchleben einiger ambivalenter Gefühle sehr freue.

 

Und natürlich nehme ich das als gute Gelegenheit, meinen Besitz noch mal einer sorgfältigen Prüfung zu unterziehen und werde versuchen, achtsam zu reduzieren. Gerade heute habe ich – da ich keinen Balkon mehr haben werde - alle meine Pflanzen an den Strassenrand gestellt zum verschenken, und vier Stunden später hat jemand alles abgeholt gehabt. Ich hege die angenehme Vorstellung, dass ich damit jemandem eine Freude machen konnte und das Grünzeug nun einen neuen, guten Patz gefunden hat.

 

Ich werde mich beschränken wollen; in der neuen Wohnung hat es einen Einbauschrank mittlerer Grösse, und ich gedenke ausschliesslich den zu füllen und mir keinen weiteren Stauraum mehr anzuschaffen, abgesehen von der Lagermöglichkeit im Estrich für Bilder, Malmaterial und alten Buchhaltungsunterlagen. Eine kleine, aber feine Küche wird mein sein, auch dort wird die Menge meines Besitzes durch den vorhandenen Raum vorgegeben sein. Ein spannendes Experiment!

 

Wie gehst du mit Besitz und Stauraum um, passt du den Stauraum dem Besitz an oder umgekehrt?

 

Kommentare: 0

ohne mobile - 23. märz 2017

Ok gut, rund eine Woche werde ich nun ohne Mobile sein. Auch ohne Festnetzanschluss und somit nur noch über E-mail oder Facebook zu erreichen. Die ungewollte Minimalisierung kommt zustande, weil ich auf einen Entsperrungscode warten muss, da ich von einem zum andern Anbieter wechsle. Was löst das für Gefühle aus? Sicher mal Unwillen und Ärger, auch etwas Angst; was ist, wenn etwas Wichtiges ist und ich nicht zu erreichen bin? Zurzeit steht mein Umzug bevor, gerne hätte ich noch einiges per Telefon abgeklärt. Das muss nun alles warten. Auch, wie wird es mir so zumute sein, wenn nette sms zum Abmachen einfach ausbleiben und es sich nicht mal lohnt, auf das Display zu gucken? Eine jahrelange Gewohnheit wird nun unterbrochen, das ist eine Umstellung und gleichzeitig aber auch eine Freiheit, mal einfach kaum erreichbar zu sein. Es ist ein Test, mal wieder zu erleben, wie das sich so anfühlt, nicht mehr ständig ansprechbar zu sein. Es stellt sich schon ein wenig das Empfinden ein, dass das auch etwas Positives haben kann. Wie lebt es sich so ohne Telefon? Ich werde es in der nächsten Woche herausfinden.

Kommentare: 0

einfache körperpflege II - 19. März 2017

Lange war ich nun auf der Suche nach einem Naturkosmetikdeo, das auch wirklich funktioniert und nicht in der Mitte des Tages den Geist aufgibt. Ich probierte Dr. Hauschka, Weleda, Lavera und wie sie alle heissen aus, testete verschiedenen selbstgemachte Natrondeos (die Haut reagierte gereizt) und verliess mich zuletzt auf das parfumfreie Deo von Louis Widmer mit Silber, das aber leider keine Naturkosmetik war. Bis ich FINE fand. Ein 100% natürliches Deo, das gut nach ätherischen Ölen riecht und absolut zuverlässig vor Schweissgeruch schützt. Ein Wunderding! Es kommt in einem Glastöpfchen daher, und dazu gehört ein Holzspatel, um die gewünschte Menge zu entnehmen. Zuerst etwas umständlich im Handling, habe ich mich bald daran gewöhnt und benutze es nun täglich. Der Preis ist mit knapp 30E für 30g nicht gerade günstig, doch es braucht nur eine kleine Menge und hält daher lange.

 

Hier kriegst du es: www.fine-deodorant.com

 

Weiter experimentiere ich wieder mit Öl zur Gesichtspflege. Nachdem mir im Winter das Öl zu wenig Feuchtigkeit spendete und ich trockene Stellen auf den Wangen bekam, stieg ich kurzfristig wieder auf die Amande Gesichtscreme von Weleda um. Bis ich im Netz auf folgenden Hinweis stiess: Die Haut immer erst mit Wasser befeuchten, bevor das Öl aufgetragen wird. Jetzt funktioniert es noch besser, das Öl (aktuell Kokosöl oder Rapsöl) zieht schön ein und befeuchtet die Haut gut. Diese Lösung scheint mir günstig, einfach und natürlich zu sein, ich bin gespannt, wie es sich auf Dauer entwickeln wird.

Kommentare: 0

inventar - 29. dezember 2016

Mit welchen materiellen Dingen ich mich umgebe, dem wollte ich in der Altjahrswoche auf die Spur kommen und habe meinen ganzen Besitz aufgelistet. Vollständig alles, jedes kleine Dinge, die ganze Menge eines voll funktionsfähigen und umfassenden, wenn gleich auch eher einfach ausgestatteten Einpersonenhaushalts. Letzten Herbst habe ich bereits einmal grob durchgezählt, nun wollte ich es genau wissen. Mit diesem Definieren wurde mir bewusst, was ich wirklich besitze, wie reich ich bin, und ob ich das alles wirklich brauche und benötige. Der Wunsch, nur das Nötigste zu besitzen hat in dem Bedürfnis den Ursprung, möglichst unbelastet und frei beweglich durchs Leben gehen zu können. Ich möchte meine Waren im Griff haben, nicht umgekehrt. Alle Dinge wollen erstmals ausgesucht, gekauft, dann benutzt, gereinigt, gepflegt, repariert, gelagert und zuletzt entsorgt oder verschenkt werden. Will ich Lebenszeit mit unnötigen Dingen verbringen? Eben.

 

Das Fazit:

 

Schlafzimmer: 195

Wohnzimmer: 258

Küche: 388

Bad: 94

Korridor: 240 (inkl. Bilderlager und Arbeitsmaterial)

Estrich und Balkon: 101

 

Total: 1'276

 

Nun, wie habe ich gezählt? Die allermeisten Dinge einzeln, doch Socken als Paare, Büroklammern und Gummiringe als Paket, Papier ebenso. Verbrauchsmaterial wie Essen und Pflegeprodukte habe ich ebenfalls gezählt, wenngleich das auch unüblich ist. Bestimmt liesse sich über die Vorgehensweise diskutieren, doch es kommt nicht so sehr auf die genaue Zahl an, sondern um die Aufmerksamkeit während des Durchzählens. Es macht Spass, all seine Habe einmal in dieser Absicht in die Hand zu nehmen und es ist erstaunlich, was einem alles unverzichtbar erscheint. Ich sehe mich nicht in einem Wettbewerb, die genaue Zahl ist gleichgültig. Hauptsache, du magst, was du hast und fühlst dich zufrieden damit.

 

Kommentare: 0

gut genug - 19. dezember 2016

Wie John Naish in „Genug“ treffend schreibt, darf man sich auch mit dem zufrieden geben, was gerade gut genug ist:

 

„Es gibt eine vernünftige Alternative zu dem Drang, immer das Optimum haben zu müssen. Lassen Sie sich nicht von der illusorischen Aussicht auf das Allerbeste die Freude am Zufriedenstellenden verderben. Vielleicht ist ihr Leben gerade jetzt so gut, wie es nur werden kann – und sie dürfen einfach dafür dankbar sein. Und vielleicht (aber nur vielleicht) ist ein T-Shirt ebenso gut wie das andere.“

 

Passt zum Gras, das ennet dem Zaun grüner wächst. Vielleicht lässt es sich auch mit einem Durchschnittsteil zufrieden werden.

Kommentare: 0

neu kaufen? - 13. dezember 2016

Neu kaufen?

 

Um nicht mehr zu viele Dinge anzuhäufen lohnt es sich, sich vor dem Kauf folgende Gedanken zu machen:

 

1. Kann ich das gewünschte Teil mit einem anderen ersetzen und brauche es dann nicht?

 

2. Habe ich vor dem Kaufentscheid mindestens eine Nacht darüber geschlafen?

 

3. Wenn ich mich zwischen zwei Dingen nicht entscheiden kann: Lassen! Dann ist es aller Wahrscheinlichkeit nach weder das eine noch das andere.

 

4. Kann ich den Kauf hinauszögern und die Sache einen Monat auf eine Wunschliste schreiben? Vielleicht hat sich nach vier Wochen alles in Wohlgefallen aufgelöst.

 

5. Wenn ich etwas ersetze: Was ist mit dem alten Ding nicht mehr in Ordnung? Ist es wirklich unrettbar verloren oder lässt es sich flicken?

 

6. Was verlässt meinen Haushalt für die Neuanschaffung?

 

7. Wie entsorge ich das neue Ding, wenn es seinen Dienst getan hat?

 

8. Kann ich es mir wirklich leisten und bar bezahlen?

 

9. Gibt mir der neue Gegenstand ein gutes Gefühl und mag ihn gerne um mich haben?

 

10. Mach ein Foto von dem gewünschten Gegenstand. Vielleicht reicht das schon und du musst ihn nicht besitzen?

 

Vielleicht magst du dich vor deinem nächsten Kauf davon anregen lassen. Ich mache das oft, merke aber auch, dass ich mir ein Teil schönrede, wenn ich es unbedingt haben will. Was mir sehr gut hilft, ist warten. Die Wunschliste ist bewährt und auch das Fotografieren, vor allem von Kleidern und Schuhen. Mein Konsum ist für meine Begriffe immer noch zu hoch, es würde noch mit weniger gehen. Manchmal sind die Lust und die Freude an etwas Neuem da, auch wenn es nur halb nötig ist. Denn wirklich nötig sind in der Regel nur sehr wenige Dinge.

 

Kommentare: 0

was ich alles brauche - 21. november 2016

1. Farbige Wände: Schaffen Wohnlichkeit.

 

2. Kerzen: Machen Stimmung.

 

3. Ein Velo: Ermöglicht mir Mobilität.

 

4. Kunst machen: Erfüllt das Herz.

 

5. Kunst geniessen: Dito.

 

6. Liebe Freunde treffen: Dito.

 

7. Meine Familie sehen: Ebenfalls.

 

8. Mussestunden pflegen: Machen zufrieden.

 

9. Einen Balkon: Lässt mich die Sonne auch Zuhause geniessen.

 

10. Den Hauskater kraulen: Wieder was für die Seele.

 

11. Gesundes Essen kochen: Tut mir gut.

 

12. Spaziergänge unternehmen: Lüften meinen Kopf durch.

 

13. Sport machen: Gibt mir gute Laune.

 

14. Bücher aus der Bibliothek lesen: Füttert meinen Geist und unterhalten mich.

 

15. Naturkosmetik benutzen: Gibt mir ein gutes Gefühl.

 

16. Lieblingskleider tragen: Geben mir ein Geborgenheitsgefühl.

 

17. Eigene Möbel besitzen: Befriedigen mein Gefühl für Ästhetik.

 

18. Musik hören: Stillt mein Bedürfnis nach Resonanz.

 

19. Brille tragen: Gut sehen ist unabdingbar.

 

20. Laptop und Internet benutzen: Lässt mich mit der Welt in Verbindung sein.

 

Kommentare: 0

was ich alles nicht brauche - 17. november 2016

1. Bratpfannendeckel: Da dient mir das Kuchenblech.

 

2. Kaffeemaschine: Ich bevorzuge Pulverkaffee.

 

3. Wasserkocher: Das geht prima mit der kleinen Pfanne.

 

4. Smartphone: Sms schreiben und telefonieren funktioniert mit meinem alten Mobile tipp topp.

 

5. Staubsauger: Ein Swiffer tut’s auch.

 

6. CD-Player: YouTube befriedigt mein Bedürfnis nach Musik.

 

7. Auto: Velo und öffentliche Verkehrsmittel sind gesünder und umweltfreundlicher.

 

8. Entsafter: Ich esse die Früchte lieber.

 

9. Haare färben: Die Naturhaarfarbe passt am besten zu meinem Kolorit.

 

10. Bügelbrett: Ich trage nur Kleidung, die nicht gebügelt werden muss.

 

11. Wasserfilter: Hahnenwasser ist gut für mich.

 

12. Wein- und Biergläser: Seit ich keinen Alkohol mehr trinke unnötig.

 

13. Absatzschuhe: Schlicht nicht verlockend.

 

14. DVDs: Lieber geniesse ich die Natur.

 

15. Kleidung für spezielle Anlässe: Ich trage immer meine „Uniform“.

 

16. Skiausrüstung: Ein Spaziergang im Schnee ist ebenso schön.

 

17. Grünpflanzen in Innenräume: Ich lass die Natur lieber draussen.

 

18. Vorhänge: Mein Seidenpapier erfüllt seinen Zweck.

 

18. Elektronisches Spielzeug: Interessiert mich nicht.

 

19. Bücherwand: Ich beschränke mich auf maximal 10 geliebte Bücher.

 

20. Bastelsachen: Malzeug ist genug.

 

Kommentare: 0

parfum minimalisieren - 12. november 2016

Jahrelang trug ich denselben Signaturduft. Rund 15 Jahre lang war er mein treuer Begleiter in den verschiedensten Lebenssituationen, er spendete mir Trost, Geborgenheit und gab mir ein Gefühl des Zuhauseseins. Er verzieh mir meine zugegebenermassen seltenen Ausflüge in fremde Parfumwelten; reuig kehre ich zu ihm zurück und war je länger je mehr überzeugt davon, meine olfaktorische Identität gefunden zu haben. Bis ich mir nach einer Lebenskrise wünschte, meine Veränderung auch auf dem Gebiet des Parfums sichtbar zu machen. Meine nicht besonders systematische Suche begann, ich war oftmals mehrmals pro Woche in Parfümerien anzutreffen und erforschte neugierig und voller Freude wie ein spielendes Kind die Welt der Düfte. Mein Interesse galt erst allen, dann den natürlichen Düften. Um diesem Geheimnis auf die Spur zu kommen, belegte ich Kurse zur Parfumherstellung und näherte mich dem Thema von der praktischen Seite an. Knapp 450 Proben später musste ich feststellen, dass es DEN Duft für mich nicht (mehr) zu geben schien. Voller Euphorie und Begeisterung meinte ich immer wieder aufs Neue, meinen jetzigen Signaturduft gefunden zu haben, nur um kurz darauf festzustellen, dass ich mir nicht vorstellen konnte, mich auf diesen einen Duft zu beschränken. Also schaffte ich mir eine kleine Sammlung an. Das war nun keinesfalls minimalistisch und gefiel mir nicht. Durch die Erkenntnis, die ultimative Lösung nicht zu finden, gewöhnte ich mir vor rund einem Jahr in mehreren Schritten das Parfumtragen gänzlich ab und verschenkte all meine Düfte, indem ich sie in einem Körbchen an den Strassenrand stellte. Dies ist nun meine aktuelle, minimalistische Lösung: Parfumfrei durchs Leben zu gehen. Ich schätze die Neutralität und den leichten Duft der eigenen Haut, es gefällt mir, keine Duftwolke mehr um mich zu tragen und somit viel feiner wahrnehmen zu können, welche Gerüche durch die Welt ziehen. Meine Nase ist durch die wegfallende ständige Beduftung viel sensibler geworden, das hat, wie du dir denken kannst, Vor- und Nachteile. Aber grundsätzlich mag ich es, eine Sache weniger bei meiner täglichen Pflegeroutine zu benutzen und bin sehr zufrieden damit, auch wenn mein Interesse an Düften immer noch vorhanden ist.

 

Kommentare: 0

wasser - 21. Oktober 2016

Es ist köstlich, frisch und schlicht wunderbar: Hahnenwasser. Ich schätze mich dafür glücklich und bin immer wieder dankbar, dass bei uns das Trinkwasser frei zugänglich in jeden Haushalt fliesst. Nicht mal bei einem Stadtspaziergang muss ich auf diese Köstlichkeit verzichten, die aus jedem Brunnen sprudelt. Wasser trinken ist das Natürlichste und Gesündeste an sich und ein reines Vergnügen. Wasser trinken vereinfacht vieles: Kein Flaschen schleppen, (fast) keine Kosten, gesund und kalorienfrei stillt es unseren Durst. Einfach und verlässlich.

Kommentare: 0

infos reduzieren - 18. oktober 2016

Um mich der steten Verführbarkeit durch Werbung etwas zu entziehen, habe ich meine abonnierten Inhalte auf Facebook stark reduziert und die meisten Newsletters abbestellt; für fast alle Kataloge habe ich mich bereits vor Jahren aus der Kartei streichen lassen. Somit verschone ich mich von den Werbemitteilungen verschiedenster Ladengeschäfte. Es geht mir nicht nur darum, im materiellen Bereich mit mehr Sorgfalt zu konsumieren, sondern auch im immatriellen. Ich habe vor, besser zu wählen mit was ich meinen Geist füttere, sei es TV, Bücher oder sonstige Medien wie Facebook und Tages- und Gratiszeitungen. Der Grund für diese Selektion ist, dass ich nach dem Aufnehmen dieser Inhalte oft kein gutes Gefühl habe, mich körperlich angespannt oder unruhig im Kopf fühle. Prüfe und wähle ich, welche Informationen ich aufnehmen will, fühle ich mich besser. Lieber geniesse ich ein schönes Naturerlebnis.

 

Wie geht es dir mit all der Werbeflut?

Kommentare: 0

minimalistischer sport - 11. oktober 2016

Nach zehn Jahren im Fitnesscenter musste frischen Wind durch meine Sportroutine wehen. Ich hatte die Group-Fitnesskurse satt und suchte nach einer einfachen und günstigen Möglichkeit, fit zu bleiben. Da ich mehr Freude am Ausdauersport habe und weniger am Kraftaufbau interessiert bin, bot sich das Laufen in der freien Natur an. Nun jogge ich seit einiger Zeit regelmässig, und beginne langsam den positiven Effekt und die Freude zu spüren. Als Ausrüstung reichen ein Paar Laufschuhe, und für Anfänger empfehlenswert ist eine Pulsuhr, damit mit der richtigen Herzfrequenz trainiert werden kann. Angeregt durch die Lektüre des Buches „Laufend gesund“ von Dr. med. Ulrich Strunz probiere ich auch das meditative Laufen aus. Dies bringt mich in den Moment und zu mir und lässt mich die Strecke leicht und locker hinter mich bringen. Der Aufenthalt in der Natur bei (fast) jedem Wetter ist eine erfrischende Bereicherung für Körper und Kopf. Die benötigte Ausrüstung ist einfach und bescheiden, die Kosten tendieren gegen null. Das bei maximalem Nutzen für die psychische und physische Gesundheit. So gesehen ist Laufen eine minimalistische Sportart, einfach umzusetzen, natürlich und günstig.

 

1. Laufe locker, mit einem Lächeln im Gesicht.

 

2. Konzentriere dich auf den Atem. Oder:

 

3. Stelle dir eine Frage, die du nicht beantworten musst. Meditiere darüber.

 

4. Überanstrenge dich nicht. Achte auf deinen Puls.

 

5. Geniesse es!

 

Kommentare: 0

meine aktuell wichtigsten acht bücher - 23. september 2016

Mein Bücherregal habe ich vor rund einem Jahr in einer enthusiastischen Sommerlaune während einer nächtlichen Aktion auf ein Minimum reduziert. Verblieben sind meine mir aktuell wichtigsten acht Bücher. Die können sich je nach Interessen und Vorlieben wieder ändern. Mein Wunsch ist es, dass meine Büchermenge die handliche Zahl zehn nicht mehr übersteigt. Es ist für mich nicht (mehr) wichtig, Bücher zu besitzen, die meisten leihe ich mir in der Bibliothek aus, oder ich lese im Internet über Themen, die mich interessieren. Welches ist nun meine momentane Lektüre, in der ich immer mal wieder etwas nachschlage?

 

1. „Farbpigmente, Farbstoffe, Farbgeschichten“ diverse Autoren

Ein wunderschönes Buch für alle, die gerne mehr über den farbgebenden Stoff der Farben, die Pigmente, erfahren möchte. Mit Fotos von puristischen Farbaufstrichen und einem Pigmentverzeichnis. Ästhetisch, übersichtlich, informativ.

 

2. „Die Psychologie des Wohnens“ von Uwe Linke

Ein Buch, welches das Wohnen tiefgründig beleuchtet und einem mehr über seine Bedürfnisse und nicht offensichtlichen Wünsche erfahren lässt. Für alle, die sich gerne vertieft mit dem Thema Wohnen auseinandersetzen möchten.

 

3. „Die Kleiderdiät“ von Linda Deslauriers

Die umfassende Zusammenstellung, wie man in verschiedenen Schritten zur Lieblingskleidung kommt: Minimale Menge, maximale Freude. Der Leitfaden für Menschen, die sich rundum wohl fühlen wollen in ihrer Bekleidung.

 

4. „Das lass ich los“ von Pia Mester

Eine Minimalisten-Lektüre um sich von innerem und äusserem Ballast zu befreien. Unterhaltsam geschrieben, ansprechend illustriert und zügig gelesen. Interessant für alle, die sich mit der Vereinfachung des Lebens beschäftigen.

 

5. „Worte wirken Wunder“ von Silvia Wetzel

Empfehlungen zur einfachen, klaren und liebevollen Kommunikation. Funktioniert der Informationsaustausch zwischen den Menschen, vereinfacht das das Leben deutlich. Für jeden ratsam, der sich mit seiner Sprache auseinandersetzen will.

 

6. „Ein Zuhause für die Seele“ von Barbara Perfahl

Ein Buch über Wohnpsychologie. Mit verschiedensten Übungen um mir klar über meine Wohnbedürfnisse zu werden. Bestückt mit witzigen Zeichnungen liest es sich gerne. Aufschlussreich in jeder Hinsicht! Da alle wohnen, interessant für jeden.

 

7. „Zurück zum selbst“ von Elaine St. James

Mein Startschuss zum Minimalismus. Einige Male gelesen, dient es mir immer wieder als Nachschlagewerk, um mein Leben auch wirklich auf Dauer einfach zu halten. Hier im September 2016 vorgestellt, empfehlenswert für alle, die einen einfachen Lebensstil bevorzugen.

 

8. „Achtsam leben mit Hochsensibilität“ von Susan Marletta-Hart

Ein kleines, handliches Büchlein, das liebevoll geschrieben ist und dich mit gezielten Übungen dir selber näher bringt. Vor allem für Hochsensible. Weiss man mit seiner Hochsensibilität umzugehen, vereinfacht das das Leben enorm.

 

Welches sind deine wichtigsten Bücher?

 

Kommentare: 0

einfache körperpflege - september 2016

Diese Auswahl im Supermarkt in den Regalen für Pflegeprodukte ist schlicht erschlagend. Das meiste ist komplett und völlig überflüssig und verlockt uns nur dazu, Geld auszugeben für unnötige Dinge und zu lange vor dem Spiegel zu stehen. Ich habe über all die Jahre hinweg meine Routine völlig vereinfacht und bin so in kürzester Zeit parat.

 

1. Reinigung: Aleppo-Seife. Und zwar für alles; Körper, Gesicht und Haare. Ich fahre prima damit, ein Produkt, das rückfettend wirkt, natürlich riecht und mit wenigen natürlichen Inhaltsstoffen Minimalisten entspricht. Zusätzlich nach Bedarf: Zuckerpeeling. Zucker und Sesamöl mischen und peelen, fertig.

 

2. Pflege: Sesamöl. Ebenfalls für Gesicht und den Körper nach dem rasieren. Sesamöl zieht schön in die Haut ein, das Gesicht glänzt nicht und es macht sogar trockene Stellen schön weich. Der Duft ist zurückhaltend, und es ist in Bio-Qualität im Supermarkt zu einem attraktiven Preis/Leistungsverhältnis erhältlich. Nachtrag vom Oktober: Auf den Winter hin fahre ich besser mit Kokosöl.

 

3. Deo: Wenig Natron in heissem Wasser aufgelöst und in eine Spritzflasche abgefüllt ergibt einen zuverlässigen Schutz vor unerwünschten Gerüchen.

 

4. Haare: Bei einem guten Schnitt braucht es nach der Wäsche absolut nichts mehr. Für mich mit meinen kurzen Haaren war der Übergang ein Prozess, der ein wenig gedauert hat. Ich musste mich erst an das luftige Gefühl fliegender Haare gewöhnen. Auch daran, dass jetzt nicht mehr Volumen hingezaubert wird, wo keines ist. Kann ich meine Haare annehmen wie sie sind, nehme ich mich an.

 

5. Dekorative Kosmetik: Seit rund einem halben Jahr schminke ich mich bewusst überhaupt nicht mehr und lebe gut damit. Bis jetzt vermisse ich nichts. Es ist schön, mich zu zeigen, wie ich bin und eine Erleichterung, das Gesicht frei zu haben.

 

6. Zahnpflege: Zahnpasta von Weleda, Zungenschaber, Zahnseide. Nicht besonders minimalistisch, einfacher geht für mich aber nicht.

 

7. Sonnenschutz: Kokosöl. Das hat einen natürlichen Sonnenschutz und reicht bei moderatem Sonnengenuss völlig aus. Zudem riecht es lecker und verschafft einem so ein Sommerfeeling.

 

8. Lippen: Ja, ich gebe es zu, ich konnte mir den Gebrauch von Lippenpommade noch nicht abgewöhnen.

 

Thats it!

 

Kommentare: 0

zurück zum selbst von elaine st. james - september 2016

So der Titel des Buches, das mich seinerzeit vor rund 20 Jahren zum Minimalismus inspiriert hat, als ich noch nicht mal wusste, was hinter diesem Begriff steckt. Das Werk ist ausser gebraucht nicht mehr erhältlich, daher stelle ich eine Auswahl des Inhalts vor:

 

Aufgebaut in 100 Schritten, widmet sich das Buch der Vereinfachung aller wichtigen Lebensthemen wie Haushalt, Lebensstil, Finanzen, Arbeit Gesundheit und Privatleben. Es beinhaltet 5 Schritte speziell nur für Frauen und 6 allgemeine Empfehlungen. Obwohl das Buch nicht neu ist, finde ich sehr viele Punkte nach wie vor gültig. Viele Anregungen habe ich in meinem Leben übernommen und bis heute beibehalten.

 

1. Entrümpeln – Ganz klar, darum kommt keiner herum, der minimalistisch leben will. Weniger Ware bedeutet schlussendlich mehr frei zur Verfügung stehende Lebenszeit, da Material Energie bindet.

 

2. In 10 Minuten umwerfend aussehen – Gilt für Frauen, wenn wir all den Schnickschnack wie Haarstylingdinge, zig Hautpflege- und Make-upprodukte einfach weglassen bzw. deutlich vereinfachen.

 

3. Kleinere Wohnung/Haus – Stellen wir mal in Frage, wie viel Lebensraum wir wirklich brauchen, kommen wir auf weniger als gedacht. Weniger Raum bedeutet weniger putzen und pflegen, weniger Möblieren, weniger beleben und natürlich weniger Kosten.

 

4. Einfache Garderobe – Finde deinen Stil: Welches ist dein Lieblingsoutfit? Multipliziere es mit kleinen Abweichungen. Definiere so deine „Uniform“. Wähle nur Teile, die du mindestens mit 3 bestehenden kombinieren kannst. Für Ambitionierte: Jedes Teil passt zu jedem. Was hilft: Beschränke dich auf wenige Farben.

 

5. Fernsehen – Lassen wir den TV aus, haben wir auf einmal sehr viel mehr Zeit für Dinge, die uns lieb sind. Auch kannst du so in den Genuss kommen, einfach nur zu sein. Lass es zu, dass sich vor dir ein unverplantes Zeitfenster öffnet und geniessen diesen Raum.

 

6. Zeitschriften abbestellen – Macht dir dieser Gedanke Unbehagen? Nach St. James eine grosse Werbeveranstaltung, in der es nur darum geht, Produkte an den Mann zu bringen. Du verpasst nichts, wenn du deinen Konsum reduzierst.

 

7. Zuhause Ferien machen – Entspannt und gelöst, ohne Reise- und Packstress endlich mal tun, zu was sonst nie die Zeit reicht. Es lässt sich auch gut die nähere Umgebung erforschen und neue Plätzchen entdecken.

 

8. Tagebuch führen - Das ist eine gute Möglichkeit, immer wieder zu überprüfen, ob du das Leben führst, das du wirklich führen wills. Es ordent die Gedanken und du gewinnst Klarheit und innere Ruhe.

 

9. Konsumverhalten überdenken – Vor dem Einkaufen nachdenken: Brauche ich das wirklich? Wirklich brauchen tun wir nebst Lebensmitteln nur wenige Dinge, das meiste besitzen wir bereits. Hinauszögern: Zwei Wochen bis einen Monat nach St. James warten vor dem Kauf. Kreativ sein: Lässt sich etwas anderes als das gewünschte Teil verwenden?

 

10.Nichts tun - Es vereinfacht dein Leben, wenn du ohne unruhig zu werden einfach nichts tun kannst.

 

Weiter finden sich Empfehlungen in dem Buch, die für mich nie ein Thema waren wie Grosspackungen kaufen (mit einem Singlehaushalt?), Boot und Auto abschaffen (besitze eh keines) und die Rasenpflege (ohne Haus nicht relevant) zu vereinfachen. Doch im Gesamten ist die Lektüre empfehlenswert und gibt ansprechende Anregungen. Es lohnt sich, das Buch zu lesen, solltest du noch eines kriegen.

 

Hast du nun Lust auf mehr gekriegt?

 

Kommentare: 0