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Ida-Lieblinge


Was ist denn ein ida-Liebling?

 

Lieblingsfarben zu dir nehmen. Liebe Farben auf deiner Haut tragen, und nicht deine Haut zu Markte tragen mit Modefarben. Lieblingsmaterialien fühlen und sich in Schnitten bewegen, die zu deinem Körper passen. Das ist ein ida-Liebling. Was gehört zu dir? Welches sind "liebe" Farben und ebensolche Materialien und dadurch "liebe" Kleider? Was fühlt sich zauberschön an? Und dann: Was gefällt dir an dir?

 

Deine liebsten Farben können die sein, die dein natürliches Kolorit zum Glänzen bringen. Es kann auch sein, dass deine Lieblingsfarben dir nicht besonders gut stehen, dich aber energetisch nähren und so ein anderes, wichtiges Bedürfnis befriedigen. Und die Formen und Materialien: fühlen vor sehen. Fühlst du dich in deinen Kleidern wohl? Schmeicheln sie dir, wenn der Stoff beim Bewegen über deine Haut gleitet? Oder fühlst du dich eingeengt oder deine Haut rötet sich vom (zu) engen BH oder den kratzigen Bündchen?

 

Mache sichtbar, wer du bist. Nicht wer du sein möchtest. Nicht wer du das Gefühl hast, sein zu müssen. Du arbeitest mit dem, was da ist und dich im jetzigen Moment repräsentiert.

 

Es darf richtig, richtig gut sein 

Kein erdachtes Kopfkonzept soll über deinen Kleiderschrankinhalt bestimmen, sondern nur du und deine momentanen Bedürfnisse. Bedenke: Wenn du dich hübsch und stimmig anziehst und zufrieden bist mit deinem Äussern ist das nur die Hälfte der Wahrheit. Den ganzen Tag über siehst du dich kaum noch in einem Spiegel. Was dich jedoch die ganzen Stunden über begleitet, ist dein Körpergefühl. Was passiert, wenn der Hosenbund dem Gesetz der Schwerkraft folgt und der gesunkene Schritt die Bewegungsfreiheit einschränkt? Das Shirt hingegen nach oben rutsch und im Hinterkopf die Scham ein rotes Lämpchen blinken lässt (Bauch! Hüftspeck!)? Wenn sich beim Bücken der Busen seine Freiheit sucht und du beim Aufrichten genau weisst, jetzt muss du erst wieder alles an Ort und Stelle schieben? Wie ist das Gefühl des zu engen Ausschnittes, der dich immer leicht in der Halsgrube drückt und irgendwie deiner Stimme weniger Gewicht verleiht? Kennst du diese leisen Quälgeister im Hintergrund, die den lieben langen Tag einen gewissen Prozentsatz deiner Aufmerksamkeit abziehen und einen dir Teil deiner Sicherheit, Kraft und Freiheit nehmen?

 

Ida-Lieblinge? So!

Rein in die Kleidung, und vor allem rein in deinen Körper. Ohne Spiegel! Augen schliessen und spüren. Und fühlen. Was ist da wahrzunehmen? Auch Energetisches, ja. Dann bewegen. Wo gleitet der Stoff, wo stockt er? Wie fühlt sich das Textil auf der Haut an? Wie tönt das Material? Verströmt das vielleicht neue Kleidungsstück eine Geruch? Gefällt dir das, was du wahrnimmst? Wo ist es eng, wo weit? Wie frei atmest du? Oder atmest du gar auf? Ein ida-Hinweis. 

 

Dann erst gucken. Gefällt dir, was du siehst? Farbe, Form, Muster. Wie passt die Form zu deinem Körper? (Dein Körper ist immer richtig.) Siehst du gefühlte Wahrnehmungen bestätigt (zu gross, zu eng, zu steif, zu fein)? Was macht ein Muster mit deinem Gesicht? Form, Schwung/Duktus, Farbigkeit und vor allem die Grösse. Mache den Augensprung. Muster – Gesicht und zurück. Beobachte: Was siehst du? Gehört das zusammen?

 

Nun wende den Blick vom Spiegel ab und lausche nach Innen. Stelle dir die folgende Frage:

Zu wieviel Prozent ist das Kleidungsstück genau richtig für mich?

 

Entscheide spontan und nach Gefühl. Du erkennst zuverlässig, was wirklich zu dir gehört, vertraue darauf. In dir liegt die Antwort. Ida = inside deep all. Dann: Wo liegt meine Grenze zwischen lieben und tragen, oder dann loslassen? Lass dich von deiner Intuition leiten. Du weisst genau, was du willst. Höre auf dich.

 

Mein Richtig muss nicht dein Richtig sein

Richtige Kleidung fühlt sich für mich an wie eine zärtliche Umarmung. Sie engt mich nicht ein, umfasst mich leicht und lässt mir meine Bewegungsfreiheit. Sie küsst meine Haut und schmiegt sich zu mir hin. Sie ist Stoff gewordene Liebe und mein Helferlein im Hintergrund, um mich scheinen zu lassen. So dass ich mich meiner Mission mit ganzer Kraft widmen kann.

Die Grenze ist für mich bei 85%. Was darunter liegt, darf sich wandeln. Entweder lässt es sich abändern (kürzen oder einnehmen, erweitern oder ansetzen, neue Abnäher platzieren, färben, Knöpfe wechseln, anders zusammensetzen, schön flicken oder das Material weiterverwenden, usw.), oder es zieht weiter.

 

 

Alles Liebe, Barbara

 

NB: "ida" ist ein Buch von Eva-Maria Zurhorst. Skalafragen/Prozentfragen sind eine Methode aus dem Coaching.


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